
Nicolas Jotterand (l.) wird Nachfolger von Hans Aebischer. Alain Jungo ist neu im Vorstand von Holstein Switzerland; Direktor Michel Geinoz (v.l.).
Adrian Haldimann
Neuer Präsident ist Nicolas Jotterand aus Bière (VD). Der Meisterlandwirt und bisherige Vizepräsident ist in der Branche bestens vernetzt. Von 2018 bis 2026 präsidierte er den Holsteinzuchtverband VD-VS-GE.
Zweimal Meisterzüchter
Von 1999 bis zur Betriebsübernahme im Jahr 2005 war er als Holstein-LBE-Einstufer tätig, heute ist er Präsident der Holstein-Schema-Kommission der Linear AG. Jotterand führt den Betrieb Du Prieuré Holsteins in Bière VD mit rund 50 Kühen und Nachzucht. Zusammen mit Andreas und Thomas Ender aus Kallern AG gehört er zu den einzigen Züchtern, die zweimal zum Meisterzüchter ernannt wurden (2010 und 2026).
Nicolas Jotterand wird Nachfolger von Hans Aebischer. Er war während 20 Jahren im Vorstand, davon 8 Jahre als Präsident. Aebischer wurde für sein langjähriges Engagement zum Ehrenpräsidenten ernannt. Die Versammlung wählte die Vorstandsmitglieder für eine weitere Amtszeit, Alain Jungo aus Tentlingen (FR) wurde neu in den Vorstand gewählt.
9’321 kg Milch
Vizedirektor Eric Barras stellte Zahlen aus dem Geschäftsbericht vor. Holstein Switzerland zählt 58 Züchter weniger, während die Zahl der abgeschlossenen Standardlaktationen wieder auf dem Niveau von 2023 liegt (-344). Die durchschnittliche Milchproduktion stieg um 61 kg auf 9’321 kg Milch, bei stabilem Fettgehalt (4,07 %) und leicht steigendem Proteingehalt (3,31 %, +0,03 %).
Barras wies auch auf die hervorragenden Leistungen der Kühe der Genossenschaft hin, insbesondere auf jene von Wyss Blaide Herta, die mit 206’696 kg einen neuen Lebensleistungsrekord aufstellte.
Für Strategie Alliance und Rückvergütung
Die Delegierten sprachen sich zudem sehr deutlich für die Strategie Alliance aus. Die Annäherung an Swissherdbook kann damit fortgesetzt werden. 2025 gab Holstein Switzerland 450’000 Franken in Form von Rückvergütungen an die Züchter. Dies soll auch eine Unterstützung der Züchterinnen und Züchter in diesen besonders schwierigen Zeiten darstellen, insbesondere auf dem Milchmarkt, schreibt Holstein Switzerland in der Mitteilung.