Hornkühe als Unesco-Erbe?

Armin Capaul, Bergbauer in Perrefitte BE und Drehscheibe der IG Hornkuh, und Michael Gehret, Architekt in Feutersoey BE und Präsident des Vereins Hornlabel, beantragen, dass «die Schweizer horntragende Kuh» von der Unesco als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt wird.

Sie haben in der vergangenen Woche einen entsprechenden Brief an die Unesco und an das Bundesamt für Kultur abgeschickt. Darin argumentieren sie, dass in der Schweiz nur noch wenige Kühe Hörner tragen dürfen. «Aufgrund der zunehmenden Laufställe und des Verkaufhandels unter den Bauern enthornen immer mehr Landwirte oder setzen auf genetische Hornlosigkeit», heisst es im Brief.

Das habe zur Folge, dass bei Verlust des entsprechenden Erbgutes die Hörner komplett verschwänden und auch nicht mehr zurückgezüchtet werden könnten. Bis in die 1960er-Jahre hat es in der Schweiz die Kultur gegeben, dass man auf einer Alpweide einer horntragenden Kuh begegnen habe können, weil sie an den Menschen gewöhnt gewesen sei.

Die IG Hornkuh setze sich seit Jahren für den Erhalt der letzten 10 Prozent behornter Kühe ein, dies mit Briefen an Bundesräte sowie Mails an das Schweizer Parlamentarier, Tierschutzorganisationen und Medien. Zudem hätten über 1,1 Millionen im Jahr 2018 der Hornkuh-Initiative zugestimmt. «Das alles reichte und reicht nicht, um die horntragende Schweizer-Kuh zu retten und zu erhalten», heisst es im Brief. Die Unesco solle deshalb mithelfen, dass die horntragenden Kühe nicht ganz ausstürben. 

Kommentare (4)

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  • Freidenker | 23.01.2026
    Unesco Weltkulturerbe ? Eine architektonische Glanzidee !
  • Stegmann Werner | 23.01.2026
    Die wunderschönen Eringer kämpfen praktisch ohne grössere Verletzungen, obwohl alle Hörner tragen

    Der sogenannte Fortschritt in unserer Landwirtschaft hat keinen Platz mehr für den Kopfschmuck unserer Kühe, schade!
  • Ulrich Heimberg | 22.01.2026
    Sind Kälber, welche im Iglu eingesperrt werden, auch von Natur aus genetisch BEWEGUNGSLOS ??! Warum werden Verbrechen am Tier in der Landwirtschaft nicht geahndet und unterbunden ??
  • Küchler Rudolf | 22.01.2026
    Es liegt in der Natur dass Kühe Hörner trage!
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