
Armin Capaul setzt sich für horntragende Kühe ein.
Franziska Frutiger
Sie haben in der vergangenen Woche einen entsprechenden Brief an die Unesco und an das Bundesamt für Kultur abgeschickt. Darin argumentieren sie, dass in der Schweiz nur noch wenige Kühe Hörner tragen dürfen. «Aufgrund der zunehmenden Laufställe und des Verkaufhandels unter den Bauern enthornen immer mehr Landwirte oder setzen auf genetische Hornlosigkeit», heisst es im Brief.
Das habe zur Folge, dass bei Verlust des entsprechenden Erbgutes die Hörner komplett verschwänden und auch nicht mehr zurückgezüchtet werden könnten. Bis in die 1960er-Jahre hat es in der Schweiz die Kultur gegeben, dass man auf einer Alpweide einer horntragenden Kuh begegnen habe können, weil sie an den Menschen gewöhnt gewesen sei.
Die IG Hornkuh setze sich seit Jahren für den Erhalt der letzten 10 Prozent behornter Kühe ein, dies mit Briefen an Bundesräte sowie Mails an das Schweizer Parlamentarier, Tierschutzorganisationen und Medien. Zudem hätten über 1,1 Millionen im Jahr 2018 der Hornkuh-Initiative zugestimmt. «Das alles reichte und reicht nicht, um die horntragende Schweizer-Kuh zu retten und zu erhalten», heisst es im Brief. Die Unesco solle deshalb mithelfen, dass die horntragenden Kühe nicht ganz ausstürben.
Der sogenannte Fortschritt in unserer Landwirtschaft hat keinen Platz mehr für den Kopfschmuck unserer Kühe, schade!