Kanton beschlagnahmt Rinder

Im Kanton Luzern hat der Veterinärdienst am Dienstag mehrere Dutzend Rinder beschlagnahmt. Die Massnahme erfolgte, weil die Tiere «ernsthafte» Gesundheitsstörungen aufwiesen und eine angemessene Pflege vor Ort nicht möglich war. Die Tiere gehören denselben Halter.

Im Kanton Luzern hat der Veterinärdienst am Dienstag mehrere Dutzend Rinder beschlagnahmt. Die Massnahme erfolgte, weil die Tiere «ernsthafte» Gesundheitsstörungen aufwiesen und eine angemessene Pflege vor Ort nicht möglich war. Die Tiere gehören denselben Halter.

Gemäss Communiqué hat der Veterinärdienst mehrere Betriebe der Tierhalter unangemeldet kontrolliert. Dabei wurden die Beamten von der Polizei unterstützt. Da die ausreichende Pflege der erkrankten Tiere nicht sichergestellt war, hat der Kantonstierarzt die Beschlagnahmung von mehreren Dutzend Rindern veranlasst. Die Tiere wiesen insbesondere Erkrankungen bei den Klauen auf, sagte Hanspeter Vogler, Leiter Fachbereich Gesundheit im Luzerner Gesundheits- und Sozialdepartement auf Anfrage der sda.

Die Rinder wurden am Dienstag abtransportiert und in einem Händlerstall untergebracht. Bis der Veterinärdienst über den weiteren Verbleib entscheidet, werden die Rinder von einem Tierarzt betreut.

Der Tierhalter war den Behörden nicht unbekannt. Mitarbeitende des Veterinärdienstes hatten die Tierhaltungen bereits zuvor wiederholt unangemeldet besucht und dabei erhebliche Tierschutzmängel festgestellt. Der Tierhalter wurde angewiesen, erkrankte Tiere tierärztlich betreuen zu lassen. Der Aufforderung kam er nicht oder nur teilweise nach.

Der Veterinärdienst hat jene Tiere beschlagnahmt, die bei der Kontrolle vom Dienstag Krankheitsanzeichen aufgewiesen haben. Gegen den fehlbaren Halter wird Strafanzeige wegen Verstosses gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Der Mann aus dem Luzerner Hinterland war in der Vergangenheit bereits im Zusammenhang mit anderen Delikten zu Haftstrafen verurteilt worden.

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