Kräuter stärken Eutergesundheit

Am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) werden die veterinärmedizinischen Potenziale der pflanzlichen Wirkstoffe erforscht. 

Eine Langzeitstudie zur Wirkung von kräuterreichen Ergänzungsfuttermitteln für Milchkühe zeigt vor allem eine deutliche positive Wirkung auf die Eutergesundheit: Die Fälle von erhöhten Zellzahlen gingen um mehr als 20 Prozent zurück. In einer weiteren Untersuchung erwiesen sich Kräuterextrakte als geeignet, um Milchkühe in kritischen Stoffwechselsituationen zu stabilisieren.

Ein wichtiger Aspekt sind auch antiparasitäre Wirkungen. Unter anderem können Tannine, welche zum Beispiel in der Esparsette enthalten sind, die Magen-Darm-Parasiten von Schafen und Ziegen hemmen. Auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit haben die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe positive Effekte. So können sie in bestimmten Fällen den Eiweissstoffwechsel der Milchkühe verbessern und damit Emissionen verringern. Das gilt insbesondere für den Kleinen Wiesenknopf. Er senkte die Stickstoffverluste über den Harn der Kühe um bis zu 30 Prozent. 

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