Kühe: Angepasste Fütterung zeigt Wirkung

Im Mai 2025 startete das Landwirtschaftsamt Appenzell Innerrhoden in Zusammenarbeit mit Agridea und Agrofutura das Projekt «OptiN-Feed». Ziel des Projekts ist es, die Ammoniakemissionen aus der Milchviehhaltung zu senken und gleichzeitig die Stickstoffeffizienz zu erhöhen. Nun liegen die ersten Ergebnisse vor. 

pd |

Sieben Landwirtschaftsbetriebe aus Appenzell Innerrhoden erklärten sich im Mai 2025 bereit, als Pilotbetriebe mit einer Stickstoff-angepassten Milchviehfütterung zu starten.

Milchharnstoffgehalt

Ziel des Projekts ist es gemäss Mitteilung, die Ammoniakemissionen in der Landwirtschaft, die zu 88% aus der Nutztierhaltung stammen, durch eine optimierte Fütterung zu senken. «OptiN-Feed» ist ein Projekt des Landwirtschaftsamts Appenzell Innerrhoden, der Agridea sowie Agrofutura und ist Teil des kantonalen Massnahmeplans Luftreinhaltung. -> Hier gehts zur Website

Erste Analysen der Milch zeigen nun, dass die Stickstoff-Effizienz in einigen Betrieben bereits gestiegen ist. «Als entscheidender Indikator dient der Milchharnstoffgehalt», heisst es in der Mitteilung des Kantons. Bereits eine Reduktion um ein Milligramm pro Deziliter könne die Ammoniakemissionen um bis zu 3,5% senken.

Die Landwirte ziehen Bilanz

«Die Ernährungsphysiologie ist nicht so komplex, wenn man sich damit beschäftigt und die Zusammenhänge sieht», erklärt Landwirt Thomas Fässler. «Gerade Betriebe, die sich aktuell noch nicht mit der Fütterung beschäftigen, können hier profitieren. Kleine Anpassungen haben oft grosse Wirkungen», fährt er fort. Michael Geiger ergänzt: «Man darf den Mehrwert nicht nur im geringeren Einsatz sehen. Es geht um das Gesamtpaket: Wenn die Grundfuttersituation stimmt, lässt sich diese hervorragend ausgleichen, was sowohl der Milchleistung als auch der Umwelt dient.»

Für Daniel Brülisauer ist klar: «Es geht um das Umsetzen von Wissen und die gute landwirtschaftliche Praxis. Die gesteigerte Stickstoffeffizienz und die messbare Steigerung der Leistung der Tiere gehen hier einfach zusammen. Es ist ein Gewinn für die Umwelt und für uns Bauern.»

Fortführung in der Weideperiode

Nach der Winterfütterungsperiode im Stall liegt der Fokus nun auf der bevorstehenden Weideperiode. «Die saisonal schwankenden Proteingehalte des Grases, die für wechselnde Stickstoffgehalte im Futter verantwortlich sind, sollen auch hier durch eine angepasste Fütterung ausgeglichen werden», schreibt der Kanton. So könne die Stickstoff-Effizienz weiter optimiert werden.

Kommentare (3)

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  • Rauhfutterkuh | 02.04.2026
    ...man kann sich schon lustig machen über dieses Projekt....
    Die Schlauen haben das schon länger bemerkt. Und dazu ist es jetzt topaktuell, angesichts steigender Stickstoffdüngerpreise.
  • Aus d USA | 01.04.2026
    Was hat der Harnstoff in der Milch, mit dem Ammoniak Problematik zu tun? Was für Experten sind hier am arbeiten? Wird dieses Projekt mit Daten aus der Wissenschaft unterstützt ? Und mit wissenschaftlichen personal bestückt um auch daraus dem effektiven entsprechenden nach heutigen stand Erfolg erzielt? Oder entsteht das Vorhaben aus arbeitswilligen Lw. Ämter der politpolitischen Gewässern ?
  • R.FUCHS | 01.04.2026
    Verblödelung³
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