Weiden sind im Spätsommer oft lückig. Bei genügend feuchtem Boden können diese Lücken zur Wiesenverbesserung mittels einer Übersaat genutzt werden.
Diese Technik eignet sich laut dem BBZN Hohenrain LU besonders für eine kostengünstige Weidesanierung und wird auf kurzem Bestand im Spätsommer durchgeführt. Das Zeitfenster im September eignet sich besonders gut. Am vorletzten Weidetag erfolgt die Übersaat, der letzte Weidegang dient zum Andrücken der Samen durch die Tiere.
In den offenen, tierisch bearbeiteten Lücken können sich die neu ausgebrachten Sämlinge optimal etablieren. Der alte bestehende Bestand bietet ihnen Schutz vor Wind, Kälte und Austrocknen. Die Saat kann von Hand, mit Kleinsägeräten oder mit dem Düngerstreuer durchgeführt werden. Die Saatmenge beträgt 200 Gramm pro Are. Damit die Keimlinge möglichst wenig Konkurrenz erhalten, ist auf eine strenge Nutzung im Herbst zu achten.