Ringelblume und Salbei statt Antibiotika

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) hat die Wirksamkeit eines pflanzlichen Heilmittels gegen Endometritis bei Milchkühen geprüft. Diese Entzündung der Gebärmutterschleimhaut tritt nach der Geburt auf.

sum/pd |

«Kühe mit Endometritis haben Schwierigkeiten, wieder trächtig zu werden, was zu längeren Zwischenkalbezeiten und letztlich zu einem früheren Abgang aus der Herde führen kann», erklärt Michael Walkenhorst, FiBL-Forscher und Leiter der Studie.

Im Versuch wurden 140 Rinder mit einem Antibiotikum oder einem Präparat mit Extrakten aus Ringelblume, Zitronenmelisse, Majoran, Salbei und Eukalyptus behandelt. Laut Walkenhorst war die pflanzliche Behandlung in allen wichtigen Parametern der antibiotischen Behandlung ebenbürtig. Weder bei der Konzeptionsrate bei der ersten Besamung noch bei der Trächtigkeitsrate 120 Tagen nach dem Kalben oder der Anzahl der Besamungen pro trächtiger Kuh wurden signifikante Unterschiede festgestellt.

Die Zwischenkalbezeit war identisch. Auch hinsichtlich Milchmenge, Milchfett, Milcheiweiss oder der Zellzahl in der Milch gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen.

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