
«Ruby» von Antoinette Frey aus Affoltern am Albis ZH wurde für für 100’000 kg Lebensleistung geehrt.
Braunvieh Schweiz
Erfreulich für Swiss Jersey: Der Bestand wuchs 2025 um 182 Tiere auf 5’443 Jersey-Herdebuchtiere. Insgesamt wurden 4’773 Kontrollabschlüsse verzeichnet, davon 3’738 Standardabschlüsse. Insgesamt erzielten die Tiere eine durchschnittliche Leistung von 5’865 kg Milch mit 5.10 % Fett und 3.88 % Eiweiss. Die Milchmenge ab der vierten Laktation betrug im Durchschnitt 6’417 kg.
Risikopaarungen vermeiden
Im vergangenen Jahr haben die Mitglieder von Swiss Jersey das Zuchtziel genehmigt. In der Folge definierte der Vorstand 2025 einen Gesamtzuchtwert (GZW). Dessen Einführung erfolgt am 7. April 2026. «Das stellt einen weiteren Meilenstein für die Schweizer Jersey-Zucht dar», heisst es in der Mitteilung.
In diesem Zusammenhang informierte Präsident André Stalder über einen neuen Haplotyp, der bei Risikoanpaarungen negative Auswirkungen auf Milchleistung sowie Fett- und Eiweissgehalt haben kann. «Ab dem 7. April ist es möglich, solche Risikopaarungen mittels Paarungsplan im BrunaNet oder mit dem Ampelsystem von Swissgenetics zu erkennen. Gleichzeitig wird dieser Erbfehler auf dem Abstammungsschein als JM1 (F/C oder S) ausgewiesen», hält Swiss Jersey fest. Der Verein empfiehlt, solche Risikoanpaarungen zu vermeiden.
Um einen Schweizer Jersey-Stier zu finden, wurden im vergangenen Jahr 15 potenzielle Stierenmütter im Ausland genomtypisiert. Diese Arbeiten werden weitergeführt, schreibt Swiss Jersey.
7 Kühe als Jersey Queen ausgezeichnet
Weiter nahm Swiss Jersey an der Generalversammlung in Arth SZ mehrere Auszeichnungen vor. «Ruby» von Antoinette Frey aus Affoltern am Albis ZH wurde für 100’000 kg Lebensleistung geehrt. Ebenfalls wurden fünf 80’000-Kilo- und 43 60’000-Kilo-Kühe geehrt. Zehn Betriebe erfüllten die Anforderungen der Auszeichnung «Gutes Betriebsmanagement».

Diese Jersey-Züchter wurden an GV geehrt.
Swiss Jersey
Vergeben wurde auch die Auszeichnung «Jersey Queen». Dazu müssen die Tiere vier abgeschlossene Laktationen mit durchschnittlich mindestens 6’000 kg Milch, 5.5 % Fett und 4.0 % Eiweiss, eine Zellzahl unter 80’000 sowie eine LBE-Gesamtnote von mindestens 85 in der zweiten Laktation sowie mindestens 88 ab der dritten Laktation aufweisen. Sieben Kühe haben die Bedingungen erfüllt und wurden mit der «Jersey Queen»-Auszeichnung geehrt. Ausserdem wurden sieben weibliche Zuchtfamilien ausgezeichnet.
Jersey bis 1995 verboten
Jerseyrinder waren gemäss Swiss Jersey bis 1995 in der Schweiz als Rasse verboten. Um der Rinderrasse in der Öffentlichkeit und den Zuchtverbänden eine Stimme zu geben, gründeten einige Landwirte 1998 die «Interessengemeinschaft Jerseyrind Ostschweiz». 1999 erfolgte die Gründung des Schweizerischen Jerseyzuchtvereins mit Sitz in Wil SG. An der Generalversammlung 2019 wurde der Name in Swiss Jersey geändert.
Der Verein bezweckt den Aufbau und die Förderung einer Jerseyrinderzucht in der Schweiz, wie auf der Website zu lesen ist. Der Beitritt steht jedem Jerseybesitzer offen, der sich als Züchter ausweisen kann und gewillt ist, die züchterischen Bestrebungen zu unterstützen. Der Verein ist vom Bund offiziell als Zuchtverband anerkannt.