
Die Kühe wühlen sich wohl auf der Diaryfarms in Minnesota, Wisconsin, Iowa. (Symbolbild)
Robert Alder
Der strukturelle Wandel in der US-Milchproduktion ist in den vergangenen Jahrzehnten mit einer verstärkten Nutzung fortschrittlicher Genetik und Ernährung sowie neuer Technologien und Managementpraktiken einhergegangen. Zugleich sind die Milchviehbetriebe grösser geworden.
Dadurch ist die Produktivität pro Milchkuh gestiegen, während die Kosten pro Kilogramm produzierter Milch gesunken sind. Das zeigt eine Untersuchung, die der Wirtschaftsforschungsdienst des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) durchgeführt hat.
Computergestützte Fütterungs- und Melksysteme
Laut Studie erfolgt heute im Vergleich zu früheren Jahren ein grosser Teil der US-Milchproduktion auf Betrieben, die dreimal pro Tag oder noch öfter ihre Kühe melken. Zudem nutzten immer mehr Milchbauern computergestützte Fütterungs- und Melksysteme sowie fortschrittliche Zuchtmethoden. Einige der modernen Technologien seien aber möglicherweise «massstabsabhängig» und damit eher für Betriebe geeignet, die eine bestimmte Mindestgrösse überschreiten müssen, um den Fortschritt effektiv nutzen zu können.
Die US-Milchproduktion ist der Untersuchung zufolge von 2004 bis 2024 um 32% gestiegen. Ein Teil dieses Zuwachses ist auf die gestiegene Jahresleistung je Milchkuh zurückzuführen, die um 28% zugelegt hat. Einher ging diese Entwicklung mit einem rasanten Strukturwandel. So sank die Zahl der lizenzierten US-Milchviehherden um 63% auf 24’811. Von 2002 bis 2022 ging die Zahl der Milchviehbetriebe mit weniger als 1000 Kühen zurück, während sich die Zahl der Betriebe mit 1000 oder mehr Kühen um 60% erhöhte.