Von Moskau zu den Kühen

Studenten der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL besuchten auf ihrer Abschlussreise Russland. Sie berichten über ihre Erlebnisse aus Städten und Landwirtschaftsbetrieben. Im zweiten Teil berichten sie vom Betrieb „Schweizer Milch“.

Studenten der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL besuchten auf ihrer Abschlussreise Russland. Sie berichten über ihre Erlebnisse aus Städten und Landwirtschaftsbetrieben. Im zweiten Teil berichten sie vom Betrieb „Schweizer Milch“.

Nach zwei äusserst interessanten Tagen in der prachtvollen Hauptstadt stand nun die Reise nach Kaluga auf dem Programm. Es ist eine Stadt mit gut 300'000 Einwohnern und liegt süd-östlich von Moskau. Unser Reiseziel ist allerdings nicht die Stadt selbst, sondern ein Milchviehbetrieb etwas ausserhalb.

Prachtvolle Metrostationen

Für alle Frühaufsteher ist ab 8 Uhr Morgenessen angesagt. Dieses bestand aus Toast, Pfannkuchen mit Sauercrème, Streichkäse, Kellogg’s und Kaffee. Es blieb genügend Zeit zum Packen, damit wir uns um 9 Uhr auf die Reise begeben konnten. Zum grössten Teil nutzten wir die Bahn, um uns fortzubewegen. Um zum Hauptbahnhof zu gelangen, fuhren wir mit der U-Bahn. Die Moskauer Metro ist beeindruckend. Es ähnelt eher einem unterirdischen Palast, als einer uns bekannten U-Bahn.

Die Metro ist sehr belebt, wobei schnell jemand verloren gehen kann, was wir sogleich am eigenen Leibe erfahren mussten. Glücklicherweise fanden trotzdem alle den Weg in den Zug. Die Zugfahrt dauerte rund vier Stunden. Für einige genau richtig, um ein Nickerchen zu machen. Zu Beginn war der Zug zwar voll belegt, doch umso weiter uns die Fahrt aus Moskau hinausbrachte, desto weniger Passagiere hatte der Zug. Auf der letzten Stunde Zugfahrt hatte unser Reisegrüppli praktisch ein ganzes Zugsabteil für sich alleine.

650 ha Land…

Wenn man aus dem Fenster hinausblickte, sah man in erster Linie Birkenwälder, Grün- und Brachland. Der Zug selbst war auch schon ein älteres Semester - funktionierte aber tadellos. Am Bahnhof in Kaluga angekommen, stiegen wir in den Stadtbus um. Mit diesem fuhren wir bis zu einem Restaurant, in welchem wir ein traditionelles russisches Mittagessen geniessen durften. Dieses bestand aus einem russischen Salat und einer Gemüsesuppe zur Vorspeise sowie Buchweizen, Kabissalat und einer Art Schweinsragout zum Hauptgang.

Nach Speis und Trank ging es mit einem bereits organisierten Bus in Richtung Betrieb «Schweizer Milch». Die Fahrt dauerte etwa eine halbe Stunde. Beim Betrieb angekommen, bezogen wir als erstes unsere Unterkunft. Direkt im Anschluss fand die Betriebsbesichtigung statt. Der Betrieb „Schweizer Milch“ wird von Hans Michel geführt und umfasst rund 650 Hektaren. Es handelt sich grösstenteils um Grünland. Der Rest sind gut 100 Hektaren Mais und rund 80 Hektaren Triticale zur Strohproduktion für die Einstreu der Kälber, des Jungviehs und der Galtkühe. Der Milchviehstall hat Liegeboxen und als Einstreumaterial wird Sand verwendet.

…. und 3 Millionen Liter Milch

Der Milchviehbestand umfasst 450 Tiere. Jährlich werden gut 3 Millionen Liter produziert. Die Milch wird auf dem Betrieb pasteurisiert, abgepackt und an Detailhändler in Russland verkauft. Gemolken wird zweimal pro Tag, jeweils von 7 Uhr bis 12 Uhr. Für das Melken sind russische Frauen zuständig. Gesamthaft beschäftigt der Betrieb gut 30 Angestellte.

In Anbetracht der Betriebsgrösse ist die Mechanisierung relativ einfach gehalten, der Schweizer Einfluss ist jedoch trotzdem spürbar. Denn Hans sei weit und breit der Einzige, welcher eine Kreiselegge in Betrieb hat. Nach der äusserst spannenden Betriebsführung durch die Stallungen und übers Feld durften wir ein leckeres Abendessen geniessen, das für viele bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Nasdorowje!

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