Zuchtphänomen aus Holland

Red Range ist die Stierenmutter der Stunde. Bereits 16 Söhne wurden an KB-Stationen verkauft, die ersten sind in der Schweiz verfügbar.

Die jüngste Zuchtwertschätzung brachte in der kanadischen Holstein-Geschichte erstmals einen roten Stier an die Spitze: 3Star-Oh Ranger. Zudem ist Ranger nach dem US-Zuchtwertsystem mit einem TPI von 2897 die Nummer eins bei Red Holstein, weltweit. Und wohl noch nie trat eine Kuh, nämlich Rangers Mutter Lakeside Ups Red Range VG-86, mit derart imposanter Zuchtkraft ins Rampenlicht. Diese dreijährige, niederländische Salvatore-Tochter, die über eine Rubicon-Tochter auf die Mark-Prudence-Familie zurückgeht, brachte bereits 16 Söhne in die KB-Stationen.

«Wirklich sehr komplett»

Die Red-Range-Familie bietet ein gefragtes Vererbungsprofil: mittelrahmige Kühe, korrekt geneigte Becken, gute Euter, nicht zu kurze Zitzen, gute Fitnessmerkmale und insbesondere hohe Leistungen. Swissgenetics-Sire-Analyst Jürg Stoll kennt die Kuhfamilie bestens und findet Gefallen. «Red Range habe ich bereits als Rind gesehen, und sie ist wirklich sehr komplett. Ihr Euter ist ebenfalls hervorragend», rühmt er.

Der bereits angesprochene Ranger, knapp eineinhalbjährig, ist ein Sohn von Dg Oh Rubels, gehört Semex und wird demnach von Swissgenetics den Züchtern zugänglich gemacht werden. «Wir hoffen auf Samendosen von Ranger im Verlauf des Herbsts», so Stoll. Seine zu erwartenden Spitzen-Schweizer-Zuchtwerte werden erst veröffentlicht, sobald Samendosen verfügbar sind.

Robin schon verfügbar

Bereits verfügbar ist hingegen Koepon Oh Robin, ein Vollbruder von Ranger. Select Star brachte den Rubels-Sohn mit einem ISET von 1569, einem fehlerfreien Exterieurprofil und überzeugenden Leistungsmerkmalen (IPL 149) Mitte März ins Angebot.

Urs Wichser von Select Star: «Robin ist sehr beliebt, leider aber haben wir aktuell eine Warteliste, und wir bekommen nicht alle Dosen geliefert, welche wir bestellt haben.» Er ist überzeugt, dass die gesamte Familie viel Einfluss auf die Red-Holstein-Zucht haben wird.

Der Stier Sudena Spark Safari, mit 1584 die Nummer zwei nach ISET bei den verfügbaren Red-Holstein-Stieren, ist ein Beweis für die Zuchtpower dieser Familie. Safari ist ein Sohn der neu mit VG-89 beschriebenen Mutter von Red Range.

Ryder ist gefragt

Koepon OH Ryder, ein weiterer Vollbruder zu Ranger und Robin, haben die ersten Schweizer Züchter bereits eingesetzt. Ryder gehört ABS, wird demnach in der Schweiz von ABS Distrigene ohne Schweizer Zuchtwerte angeboten. Gut möglich, dass Ryder zur aktuellen Spitze nach ISET bei Red Holstein gehören würde.

Samuel Oehninger, Repräsentant für ABS in der Schweiz, spricht von einer «ausserordentlich hohen» Nachfrage für Ryder. Dieser ist für Züchter mit der ABS-Icon-Sire-Vereinbarung verfügbar. Mit einem TPI von 2779 ist er der dritthöchste Red-Range-Sohn. Laut Oehninger ist Ryder im europäischen ABS-Zuchtprogramm der höchste Red-Holstein-Stier.

Auch die Samendosen von seinem Vater Rubels seien extreme Mangelware. «Ich würde im Moment sagen, dass Rubels und Ryder gleich populär sind», so Oehninger. Mit Koepon Ritzy steht zudem ein Swingman-Sohn aus Red Range im ABS-Angebot.

Bei Altagenetics stehen zwei Altatop-Söhne aus Red Range in der Pipeline. Man werde im August entscheiden, ob AltaRefine und AltaCostanzo ins Angebot aufgenommen würden, sagt Jean-François Ecoffey von LGC SA. 

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