
Die feinen Pollen der Rapspflanzen können allergische Reaktionen bei Pferden auslösen.
Monika Gerlach
Blühende Rapsfelder sind ein echter Hingucker. Was für Reiterinnen und Reiter nach Idylle klingt, kann für einige Pferde Stress pur bedeuten. Auf agrarheute.com heisst es, dass laut The Irish Field, Tierärzte und Trainer irischer Rennställe beobachte hätten, dass überall dort, wo intensiv Raps angebaut werde, die Pferde vermehrt an schweren Atemwegserkrankungen leiden würden.
Die klinischen Bilder zeigten:
- akute Kurzatmigkeit und Kehlkopfreizungen
- chronische Lungenerkrankungen
- Verhaltensauffälligkeiten wie Fressunlust und Konzentrationsschwäche
- nervöse Symptome wie Headshaking
Wenn der Raps blüht, gibt er Pollen ab. Fachleute auf der Onlineplattform pferde.de machen vor allem die feinen Pollen für die Beschwerden der Equiden verantwortlich. Kehrt die Belastung mit Rapspollen jährlich zurück, könne das laut Experten einer chronisch wiederkehrenden Equinen Rhinitis (Pferde-Heuschnupfen) führen und im schlimmsten Fall in COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) – dem gefürchteten Pferde-Asthma, heisst es weiter auf agrarheute.com.
Pferdebesitzerinnen und -besitzer sollten daher bei Krankheitssymptomen Ausschau nach blühenden Rapsfeldern halten. Sind diese in der Nähe, sollten die Tiere möglichst vor den Pollen geschützt werden. Also: Abstand halten und vielleicht eine alternative Route für den nächsten Ausritt wählen.