Das ist mit den elf Pferden passiert

Im Herbst 2025 wurden in Ramiswil SO insgesamt 43 Pferde beschlagnahmt. Von diesen Tieren wurden 32 anschliessend in einer vom Kanton Solothurn organisierten Auktion versteigert, während 11 Pferde nicht zum Verkauf standen.

Auf Nachfrage beim Kanton erklärte dieser, dass unter den nicht versteigerten Pferden 5 Bosnische Gebirgspferde (Bosniaken) aus einem speziellen Zuchtprogramm zur Rassenerhaltung waren. Diese Tiere wurden an geeignete Pferdehalter in der Schweiz und Deutschland vermittelt, um das Aussterben der Rasse zu verhindern.

Vier weitere konnten wegen noch ungeklärter Eigentumsverhältnisse nicht zur Auktion gebracht werden, eines wurde kurz vor der Beschlagnahmung verkauft, und eines erhielt aus Tierschutzgründen einen speziellen Pflegeplatz. Damit zeigt sich, dass für die nicht versteigerten Pferde gezielt Lösungen gefunden wurden, die sowohl dem Tierwohl als auch dem Schutz gefährdeter Rassen gerecht werden.

Der Kanton betont, dass diese Massnahmen notwendig waren, um eine verantwortungsvolle Unterbringung und Versorgung der Tiere sicherzustellen.

Kommentare (8)

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  • Andrea Kneubühler | 21.01.2026
    Ich finde, es wäre an der Zeit, ein Gesetz zu schaffen, das Stallbetreiber wirksam schützt. Wenn Stallbetreiber bei ausbleibenden Zahlungen die Möglichkeit hätten, die eingestellten Pferde als Pfand zu nehmen und diese – nach klar geregelten Verfahren – selbst zu verwerten, würde sich die Zahlungsmoral vieler Pensionäre mit Sicherheit deutlich verbessern.

    Solange jedoch allgemein bekannt ist, dass säumigen Zahlern faktisch nichts droht und sie im Gegenteil sogar vom bestehenden System geschützt werden, fehlt jeder Anreiz, den monatlichen Verpflichtungen zuverlässig nachzukommen. Warum sollte man sich Mühe geben, Stallmieten pünktlich zu bezahlen, wenn man weiss, dass es keine ernsthaften Konsequenzen gibt?

    Diese Schieflage belastet nicht nur die Stallbetreiber finanziell, sondern untergräbt auch Fairness und Verantwortungsbewusstsein im gesamten Pensionsstall-System.
    • Rene Anselmi | 21.01.2026
      Wieso muss man für alles ein Gesetz schaffen. Warum kann man da nicht selber handeln. Wie jedes andere Geschäft auch. Mahnen und dann künden, bevor da ein hoher Betrag aufgelaufen ist. Das ist sicher rechtlich abgesichert und braucht kein neues Gesetz.
    • Sabine Flüeli | 22.01.2026
      Rene Anselmi sie beschreiben gemau das, was gesrtzluch nicht so funktioniert für einen Stallbetreiber. Der Stallbetreiber wird zum Equidenhalter und ist für das Tierwohl verantwortlich und haftbar. Der Pferdebesitzer, sprich Eigentümer des Pferdes kann dies alles vernachlässigen, inkl die Zahlung des Pensionspreises. Aufgrund der momentanen rechtlichen Situation ist es für den Stallbetreiber ein sehr langwieriges und teures Verfahren bis er rechtliche Mittel bekommt die Pferde zu veräussern oder sie von der Behörde veräussert werden. Während des ganzen Verfahrens muss der Stallbetreiber die Pferde auf seine Kosten versorgen, inkl Tierarzt und Hufpflege.
    • Lachat | 22.01.2026
      Ja ich bin voll mit ihnen einverstanden! Wir betreuen auch bereits ein Jahr eine Stute, ohne Bezahlung! Fesselköpfe am Boden, halb lahm. Besitzerin nicht erreichbar . Und müssen uns kümmern. Wenigstens ist sie ein liebes Pferd. Aber gegenüber uns und den korrekten Pensionären ist es einfach nicht fair
    • Andrea frei käser | 23.01.2026
      Dem stimme ich vollumfänglich zu. So stehen viele Ställe halb leer, weil man den Stall lieber leer lässt, als sich mit Pensionären rum zu ärgern. So geht es mir, ehrlich gesagt, auch.andrea Frei käser
    • Michael Schenk | 23.01.2026
      Das Schweizer Rechtssystem versagt hier total – und widerspricht jedem Rechtsempfinden normaler, natürlicher Personen. Der Staat schützt die Falschen – und zwingt die Anständigen, den Schaden zu tragen. Das ist nicht nur ökonomisch absurd, sondern auch rechtlich und moralisch…
    • Aufi | 27.01.2026
      Alles nur ein Wohlstandsproblem!!!
      Ich kenne ein Stall mit gegen 40 zig Pferden.
      Ddas Beste daran, ist das "reiterstübli*.Laut Aussagen vom Besitzer ,mehr als die Hälfte der Besitzer ,hat seit Jahren sein Tier nicht gesehen. Kommt aber täglich zum Cüpli trinken und mehr...
      Der Stall wird zum grössten Teil aus dieser Kasse finanziert.Dazu brauchts die Equiden nicht mehr.
      Nur noch zu bloff...ich habe ein Pferd.
  • Astrid Tepper | 21.01.2026
    Das stinkt doch alles zum himmel....wurden konsequenzen gezogen?
    Wenn ja, in welcher form?
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