Freiberger: Das sind die neuen Zuchthengste 

13 Hengste haben die 40 Trainingstage im Schweizer Nationalgestüt beendet und traten zum grossen Finale an, mit dem Ziel, die Körung zum Zuchthengst zu erlangen. Neun Anwärter konnten die gestellten Bedingungen erfüllen und der Sieger heisst Leslo, aus dem Stall von Armand Froidevaux aus Saignelégier JU.

Karin Rohrer |

Leslo (Loxy de la Vieille), gezüchtet von Bernard Haldimann aus Montfaucon, verkörpert das Zuchtziel eindrücklich und er beeindruckte mit seinem souveränen Auftritt, ob an der Hand, unter dem Sattel oder gefahren. Auf Rang zwei und drei klassierten sich Nashville von José Métille und Casting von Familie Juillard.

Die am Finaltag vergebenen Noten zählen zu 40%, während die Beurteilungen während der Trainingsphase mit 60% zu Buche schlagen. Mit viel Erfahrung und Gespür, wie man dies von Beat Schenk und Jérôme Voutaz kennt, pilotierten die beiden Fremdfahrer die Junghengste an den Fahrleinen.

«Ein sehr guter Jahrgang an Junghengsten und die Notengebung war wesentlich besser als im Vorjahr», so Beat Schenk. Die Hengste hätten sich in Sachen Wille und Lenkbarkeit bewiesen. «Durch das Band hinweg grossartige Pferde», schwärmt Schenk. Die Gestütsmitarbeiter hätten einen bemerkenswerten Job gemacht, die Pferde seien sehr gut vorbereitet. «Zusammengefasst ein ideales Zusammenspiel mit einer guten Auswahl an charaktervollen und gut gearbeiteten Pferden», erklärte Schenk.

Dem pflichtete Fahrrichter Gerhard Bieli bei und ergänzte, dass es ein im Grossen und Ganzen starkes Feld war und die Hengste mit einem überaus guten Verhalten punkteten.

Mit Spannung erwartet wurde die Bekanntgabe der kombinierten Rangliste, bestehend aus dem Ergebnis der Nationalen Hengstselektion und demjenigen des Stationstests. Hier ging als Champion der Hengst Casting (Chicago) hervor, im Besitz von Elevage du Clos Virat, Familie Juillard aus Damvant.

Zufrieden mit dem Anlass äusserte sich Zuchtkommissionspräsident Martin Stegmann: «Die Rangliste repräsentierte, was man in den 40 Tagen gesehen hat. Einige Hengste haben sich nicht positiv entwickelt und diese wurden heute auch nicht gekört. Der Siegerhengst besticht mit seinem Typ, einfach ein richtig schöner Freiberger.»

Wie ein roter Faden zog sich eine ausgesprochene Ruhe durch den Stationstest-Schlusstag, die Hengste zeigten sich gelassen und kooperativ, boten harmonische Bilder.

->  Hier geht es zur Rangliste.

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