Freiberger-Hengstselektion: Alle 11 Linien vertreten

Bei der Nationalen Freibergerhengstselektion in Glovelier JU stehen genetische Vielfalt, Gesundheitsprüfungen und der Erhalt der einzigen Schweizer Pferderasse im Mittelpunkt. Anfang Januar stellen sich 49 Hengstanwärter der Selektionskommission, um in die Zuchtsaison 2026 zu starten.

pd/ome |

Die Nationale Freibergerhengstselektion findet am Samstag, dem 10. Januar 2026, in Glovelier JU statt. Für die Ausgabe 2026 sind 49 Hengstanwärter zur Selektion angemeldet. Dabei sind sämtliche noch existierenden Vaterlinien der Freibergerrasse vertreten und die 49 Kandidaten repräsentieren 38 Mutterlinien, wie der Schweizerische Freibergerverband in einer Mitteilung mitteilt.

Fortschritte in Gesundheit und Genetik

Von jeder der elf Linien wird mindestens ein Vertreter anwesend sein. «Diese genetische Vielfalt ist ein sehr positives Zeichen für die Nachhaltigkeit und das Gleichgewicht der FM-Zucht sowie für den Erhalt gefährdeter Linien», schreibt der Verband. Die Kandidaten gehören folgenden Linien an: N (13), E (5), L (9), H (7), C (6), D (1), Don (4), P (1), Q (1), R (1) et V (1). Die Hengste stammen hauptsächlich aus der Schweiz. Je ein Kandidat reisen aus Frankreich und Deutschland an.

Die Hengstselektion 2026 bringe Fortschritte in Gesundheit und Genetik. Erstmals wurden alle 49 Kandidaten auf hypertriglyzeridämie-induzierte Pankreatitis (HIP, entdeckt 2025) getestet. «Hengste, die Träger des HIP-Gens sind, werden jedoch nicht vom Selektionsprozess ausgeschlossen», schreibt der Verband. Gleiches gelte künftig für erbliche Leberfibrose Caroli (CLF).

Selektion für Zulassung zur 2. Phase

Träger werden im Hengstkatalog gekennzeichnet, um riskante Paarungen zu vermeiden. Die erblich bedingte Polysaccharid-Speicher-Myopathie (PSSM Typ 1) führe hingegen weiterhin zur Ausscheidung betroffener Kandidaten. Keiner der für die Selektion 2026 in Glovelier gemeldeten Hengste sei Träger des defekten PSSM-Typ-1-Gens, bekräftigt der Schweizerische Freibergerverband.

Die Selektionsjury besteht 2026 aus den Experten Vincent Monin (Präsident, Jura), David Barras (Freiburg) und Hansruedi Enz (Appenzell). Hengste qualifizieren sich mit mindestens 21 Punkten Gesamtnote (keine Einzelnote unter 6) in Typ, Exterieur und Gängen für die nächste Etappe des Zulassungsverfahrens in Avenches VD. Diese zweite Selektionsphase beginnt am 19. Januar und endet mit der Abschlussprüfung und der Krönung am 28. Februar 2026.

-> Hier können Sie die Veranstaltung vom 10. Januar live und kostenlos mitverfolgen.

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