
Ein verlockendes Angebot, ein internationaler Kontakt – und plötzlich soll alles ganz schnell gehen: Der Freibergerverband warnt vor einer Betrugsmasche.
screenshot Homepage SFV
Der Schweizerischer Freibergerverband (SFV) warnt aktuell Züchterinnen und Züchter sowie Besitzer von Freiberger-Pferden vor einem gezielten Betrugsversuch. In mehreren Fällen wurde von einer Frau berichtet, die sich als Vermittlerin mit angeblichem Sitz in Hongkong ausgibt und Interesse am Kauf von Pferden signalisiert. Dabei lockt sie mit ungewöhnlich attraktiven Angeboten, um Vertrauen aufzubauen.
Im weiteren Verlauf fordert die mutmassliche Betrügerin ihre Kontaktpersonen auf, kurzfristig nach Mailand zu reisen, um dort einen Kaufvertrag zu unterzeichnen. Genau hier liegt laut den Behörden die Gefahr: Wie die Kantonspolizei Jura gegenüber dem SFV mitteilt, handelt es sich um eine bekannte Betrugsmasche, bei der Opfer durch solche Treffen finanziell oder anderweitig geschädigt werden können.
Der SFV ruft auf seiner Homepage deshalb zu erhöhter Vorsicht auf. Züchter und Pferdebesitzer sollten bei unerwarteten Kaufanfragen besonders wachsam sein – insbesondere dann, wenn diese mit hohem Zeitdruck oder überdurchschnittlichen Preisen verbunden sind. Vor jeglichen weiteren Schritten wird dringend empfohlen, die Identität sowie die Seriosität potenzieller Käufer sorgfältig zu überprüfen.
Im Zweifelsfall rät der Verband, sich an die zuständigen Behörden zu wenden und keine voreiligen Entscheidungen zu treffen. Nur durch Aufmerksamkeit und kritisches Hinterfragen lassen sich solche Betrugsversuche frühzeitig erkennen und verhindern.