Hengstselektion: Diese Junghengste gehen an Stationstest 

Jeweils am zweiten Januarwochenende findet in Glovelier JU die Hengstselektion der Freibergerpferde statt. Die selektierten Junghengste dürfen den 40-Tage-Test, den so genannten Stationstest, in Avenches VD antreten. Bestehen sie diesen, werden sie offiziell zu Zuchthengsten erkoren.

Karin Rohrer |

Die Freiberger Hengstselektion im jurassischen Glovelier ist Zucht-Meilenstein und Traditionsanlass zugleich. Vor allem ist es ein entscheidender Tag hinsichtlich der Zukunft der Schweizer Pferderasse, denn es wird eruiert, welche Hengste den Stationstest in Avenches in Angriff nehmen werden. Als Sieger ging der prächtige Cedric (Chicago) hervor, aus dem Stall der Familie Juillard in Damvant.

Im zweiten Rang durfte Mario Gandolfo aus Fregiécourt gratuliert werden mit Leviator du P’tit Fâtre (Lugano) und auf Rang drei klassierte sich Replay (Romantique) von André Jeanbourquin aus Le Bémont.

12 Hengste selektiert

41 Hengste waren nach Glovelier gereist, einer wurde zurückgewiesen (Röhrbein) und 21 kamen in die zweite Runde am Nachmittag. Aus diesem Bouquet wurden schlussendlich 12 Hengste ausgewählt. Die Selektionskommission setzte sich aus Vincent Monin, David Barras und Hansruedi Enz zusammen.

«Wir sahen gut vorbereitete Pferde. Die Qualität bei den behaltenen Hengsten ist sehr gut und die Abgelehnten entsprachen nicht unseren Kriterien. Nun haben wir eine schöne Palette an Junghengsten, die nach Avenches fahren werden», erklärte Vincent Monin.

Die Richter waren streng, gingen keine Kompromisse ein und wählten nur Hengste mit entsprechender Qualität aus. «So lautete auch die Aufgabe an die Rassenrichter, welche souveräne Arbeit geleistet haben. Wir wollen korrekte, rassentypische Pferde mit gutem Vorderbein und ansprechenden Gängen, taktvoll und mit Schub», betonte Martin Stegmann, Präsident Zuchtkommission.

Er verwies zudem auf den vierjährigen Hengst Nissan PBM (Nestor) von Werner Pfister aus Maisprach, welcher den tiefsten Verwandtschaftsgrad und den zweittiefsten Inzuchtgrad aufwies und damit für die Erhaltung der Population sehr wichtig sei: «Es ist der Zuchtkommission ein grosses Anliegen, diesen Hengst im Klassement der ausgewählten Tiere zu haben.»

Vor Ort und am Bildschirm

Aus bedrohten Linien wurden zwei Don und ein R-Vertreter in die Rangliste aufgenommen. «Leider konnten aus den anderen Linien keine Hengste selektioniert werden, weil sie den Ansprüchen nicht genügen, die Hengst-Mütter unter dem Durchschnitt sind. Es ist nun eine schöne Vielfalt da und wir sind zufrieden», meinte Martin Stegmann.

Schnee gab es – und davon nicht zu wenig. Trotz der garstigen Witterung säumten zahlreiche Freiberger-Enthusiasten den Schauring. «Es waren wohl gegen die 1’000 Besucher da und 4’000 nutzten die Möglichkeit, den Event als Echtzeit-Video online zu verfolgen», erläuterte Geschäftsführerin Pauline Queloz.

Sie zeigte sich erfreut, es sei ein sehr positiver Tag gewesen, trotz schwieriger Wetterverhältnissen: «Aller verlief gut, unfallfrei und es war kein einziger Rekurs zu verzeichnen». Henri Spychiger amtete schon mindestens 20mal als Speaker und lobte die knapp dreijährigen Pferde, welche sich perfekt präsentierten und der damit grossartigen Werbung für die Freiberger-Rasse.

Hier geht es zur Rangliste.

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