
Mit seinen Empfehlungen will der Verband die Qualität und Einheitlichkeit der Zucht der Freiberger Pferd sicherstellen.
Karin Rohrer
Der Schweizerischer Freibergerverband hat in einer Mitteilung seine Empfehlungen zur Zuchtpraxis bekräftigt. Demnach sollen Freibergerstuten ausschliesslich mit Hengsten gedeckt werden, die vom Verband offiziell gekört sind. Diese Tiere haben die vorgesehenen Zuchtprüfungen – darunter die nationale Hengstselektion und den Stationstest – erfolgreich absolviert und erfüllen die Anforderungen an Gesundheit, Leistung und Rassetyp.
Hintergrund der Stellungnahme sind Beiträge in Online-Gruppen, insbesondere aus dem Ausland, die in den vergangenen Tagen verbreitet wurden und Fragen zur Zuchtpraxis aufgeworfen haben.
Nicht gekörte Hengste und Zuchtstatus
Der Verband weist darauf hin, dass nicht gekörte Hengste jene Tiere sind, die die Zuchtprüfung nicht bestanden haben oder die Zulassungskriterien nicht erfüllen. Ihr Einsatz in der Zucht entspricht nicht den Vorgaben des SFV. Auch wenn solche Paarungen rechtlich nicht untersagt werden können, rät der Verband ausdrücklich davon ab.
Gleichzeitig gelten auch Stuten ohne erfolgreich absolvierten Feldtest nicht als offizielle Zuchtstuten. Sie werden in der Kategorie «FM-Andere» geführt und nicht in das Herdebuch aufgenommen.
Auswirkungen auf Nachkommen
Fohlen aus Anpaarungen mit nicht anerkannten Elterntieren erhalten keinen Abstammungsschein und werden ebenfalls nicht ins Herdebuch aufgenommen. Stattdessen erhalten sie Identitätspapiere und werden dauerhaft in der Kategorie «FM-Andere» geführt. Diese Einstufung gilt auch für deren Nachkommen.
Der Verband weist zudem darauf hin, dass für diese Tiere höhere Gebühren für die Ausweisdokumente erhoben werden.
Mit seinen Empfehlungen will der Verband die Qualität und Einheitlichkeit der Zucht der Freiberger Pferd sicherstellen. Züchterinnen und Züchter werden aufgerufen, die geltenden Regeln konsequent einzuhalten, um die langfristige Entwicklung und Glaubwürdigkeit der Rasse zu unterstützen.