
Rang 4 für Crack Boum (Calypso du Padoc) von Nicolas Froidevaux aus Le Bémont.
Karin Rohrer
Die Information wurde am Dienstag anlässlich der Delegiertenversammlung des Schweizerische Freibergerverbandes (SFV) in Saignelégier (JU) bekannt gegeben.
Auswirkungen auf Budget 2027
«Das ist ein extrem hoher Verlust», sagte Pauline Queloz, Geschäftsführerin des SFV, am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA und bezog sich dabei auf Berichte in den regionalen Medien. Die Kürzung der Bundesbeiträge um 300'000 Franken, die sich derzeit auf rund eine Million Franken belaufen, wirkt sich auf das Budget 2027 aus. Die Rechnung 2025 des Verbandes schloss mit einem Defizit von 12'000 Franken ab.
Die Ankündigung der Kürzung der Bundesbeiträge sei völlig überraschend gekommen, sagte Queloz. Laut der Geschäftsführerin müssen nun Sparmassnahmen gefunden werden, um die Kürzungen der Bundesbeiträge zu kompensieren. «Alle Bereiche werden betroffen sein, am stärksten wird es den Bereich der Züchter treffen.»
«Nicht mehr ausgeben als einnehmen»
SFV-Vize-Präsident Christoph Haefeli führte aus, was das für den Verband bedeutet: «Die Erhaltungsprämien bleiben bestehen, die Tierzuchtförderbeiträge werden kleiner und wir müssen in allen Bereichen sparen. Es gilt der Grundsatz, dass wir nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen.» Bei den Feldtestprämien bestehe ein Sparpotenzial von rund 100'000 Franken. Die Unterstützungs-Beiträge an die Organisationen von Sportprüfungen würden aufgehoben.
«Im Gegenzug werden anstatt 50% nur noch 30% klassiert werden in allen Disziplinen. Künftig werden die Vorgaben für die Mindestanzahl Tiere an Fohlenschaus und Feldtests durchgesetzt. Zudem soll das Defizit des FM National um die Hälfte vermindert werden und im personellen Bereich stehen Kürzungen an» ergänzte er.
Rückgang der Geburten
Die Kürzung der Bundesbeiträge erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die einzige einheimische Pferderasse der Schweiz mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert ist: dem Rückgang der Geburten. Im vergangenen Jahr verzeichnete der SFV 1622 Fohlen. «Um das Überleben der Rasse zu sichern, wären 2000 Geburten pro Jahr nötig», sagte Queloz. Dieser Trend hält seit 2018 an. Demgegenüber erzielte die Zahl der Feldtestpferde mit 816 Tieren einen Rekordwert. «Stabil blieb die Anzahl der in der Zucht eingesetzten Hengste mit 171», sagte Queloz.
An der Delegiertenversammlung kündigte der Berner Andreas Aebi an, sein Mandat an der Spitze des SFV in einem Jahr zu beenden. Der ehemalige SVP-Nationalrat begründete seinen Entscheid mit seinem Alter und der Wichtigkeit, diese Funktion an die junge Generation abzugeben. Im Vorstand gibt es bereits einen Wechsel. Myriam Chapatte aus Malleray wird die Nachfolge von Pierre Koller antreten. Die 37-jährige Landwirtin und Mutter von zwei Kindern ist eine begeisterte Reiterin und beschreibt die Pferde- und Rinderzucht als ihre Hobbys. Hansjakob Leuenberger und Susanne Roth haben ihre Amtszeit in der Rekurskommission beendet. Neu gewählt wurden Alexandra Schelbert aus Sigigen sowie Roman Bader aus Olten.