
Die Hoftötung erfordert eine sorgfältige Planung, passende Infrastruktur, fundiertes Fachwissen und die persönliche Auseinandersetzung mit dem Töten auf dem eigenen Betrieb, schreibt das Fibl. (Symbolbild)
zvg
Für Schafe und Ziegen bedeuten Transport, fremde Umgebung und ungewohnte Abläufe bei der Schlachtung im Schlachthof erheblichen Stress, schreibt das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) auf ihrer Webseite. Eine tierschutzgerechte Alternative ist die Hoftötung.
Bei der Hoftötung werden die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung betäubt und getötet, ohne dass sie transportiert werden müssen. Das kann die Belastung sowohl für die Tiere als auch für die betreuenden Personen auf dem Betrieb deutlich reduzieren.
Gleichzeitig erfordert die Hoftötung eine sorgfältige Planung, eine geeignete Infrastruktur, fachliche Kompetenz und eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Töten auf dem eigenen Hof. Das Fibl bietet dazu Unterstützung in Form eine Merkblatts und eines Videos
Hinweise für eine tiergerechte Durchführung
Das Merkblatt vermittelt die rechtlichen Grundlagen, beschreibt den Ablauf Schritt für Schritt und gibt konkrete Hinweise für eine tiergerechte Durchführung. Es enthält Informationen zur Vorbereitung der Tiere, zur Gestaltung der Tötebucht, zur fachgerechten Betäubung und Entblutung sowie zum hygienischen Transport. Checklisten, Praxistipps und anschauliche Abbildungen erleichtern die Umsetzung im Betriebsalltag.
-> Hier können Sie das Merkblatt kostenlos herunterladen
Das Video bietet einen übersichtlichen Einstieg und fasst die wichtigsten Punkte anschaulich zusammen. Die Publikationen richten sich an Betriebe, die Erfahrung mit der Hoftötung haben, sowie an Interessierte, die sich intensiver mit dieser Form der Schlachtung befassen möchten. Das Ziel besteht darin, den letzten Schritt im Leben eines Tieres ruhig, sorgfältig und verantwortungsvoll zu gestalten.
Das Merkblatt und das Video wurden gemeinsam mit Fachstellen erarbeitet und durch Demeter, KAGfreiland, Vier Pfoten sowie das Bundesamt für Landwirtschaft unterstützt.
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