Schafe zählen laut einer Studie zu den genetisch vielfältigsten Haustieren. Im Gegensatz zu den meisten Hunde- und Rinderrassen sei das hohe Niveau der genetischen Vielfältigkeit bei Schafen erhalten geblieben, schreiben Forscher im Fachmagazin «PLoS Biology».
Die Untersuchung zeigt die Abstammungslinien der Schafe in den vergangenen 11’000 Jahren zurück zu den Anfängen der Tierzucht auf. Für ihre Studie analysierten die Wissenschaftler um James Kijas vom australischen Forschungszentrum CSIRO die Verwandtschaft von knapp 3000 Schafen aus 74 Zuchtlinien und verglichen 50’000 Erbanlagen.Die Forscher beleuchteten die lange Geschichte der Schafzucht, in der beispielsweise mittels genetischer Selektion Fellfarbe, Körpergrösse oder Hornlosigkeit bestimmt wurde. Sie kommen zu dem Schluss, dass es dabei noch Verbesserungsmöglichkeiten gebe.
So könnten beispielsweise Schafe gezüchtet werden, die mehr Fleisch produzieren, erklärte James Kijas. Die Schafe könnten aber auch gegen bestimmte Krankheiten immun gemacht werden.