«Kohlenhydrat-, Protein- und Fettmangel sind vor allem in der ländlichen Bevölkerung Nordkoreas ein schwer-wiegendes Problem», sagt Andreas Gerrits von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) gegenüber «20 Minuten».
Die Kreuzung der lokalen Ziegenrassen mit der schweizerischen Saanenziegen ermögliche aber eine höhere Milchleistung und bekämpfe den Hunger und die Mangelernährung.Deshalb unterstützte das Deza das Hilfsprojekt der Organisation Agape international, die Ziegenbocksperma aus der Schweiz nach Nordkorea geschickt hatte. Da sich die «neuen» Ziegen derart prächtig fortpflanzten, gebe es mittlerweile rund zwei Millionen dieser Ziegen. Vielerorts könne man daher Ziegenfleisch, -milch und -käse kaufen. In den 90er-Jahren habe die Schweiz auch Kartoffeln in das Land gebracht und die «Kartoffelrevolution» ausgelöst. Trotz Erfolg kürze nun der Bund das Nordkorea-Budget um jährlich zwei Millionen Franken.