Wolf reisst Alpziege

Erneut hat ein Wolf eine Ziege gerissen. Diesmal im Gebiet Horrenbach-Buchen BE. «Es reicht!», sagt Thomas Knutti, Präsident der Vereinigung zum Schutz vor Grossraubtieren.

Erneut hat ein Wolf eine Ziege gerissen. Diesmal im Gebiet Horrenbach-Buchen BE. «Es reicht!», sagt Thomas Knutti, Präsident der Vereinigung zum Schutz vor Grossraubtieren.

Michael Oesch, der Besitzer der Alp, machte vergangene Woche einen grausamen Fund: Zäune sind zerstört, die Kühe und Rinder irrten wild umher, und ein Wolf hatte eine maximumpunktierte Saanenziege 50 Meter oberhalb der Sennhütte gerissen.

Der Besitzer der Ziege, Bruno Saurer aus Tschingel, wurde umgehend informiert, und er eilte zu seiner toten Ziege. Ihr fehlte ein Bein, und sie war mehrere Meter weit verschleppt worden. Die Ziege sömmerte mit ihren Artgenossen in der Gemeinde Horrenbach-Buchen und war nun Opfer des Wolfes geworden.

«Wie können Züchter wie Bruno Saurer den Schutz und Fortbestand ihrer Tiere auf der Alp gewährleisten, wenn diese trotz Schutzmassnahmen auf brutalste Art und Weise dem Wolf zum Opfer fallen? Wo bleibt der Tierschutz, der sich für das Wohl unserer Nutztiere in den Berggebieten einsetzt?», schreibt Knutti in einer Mitteilung.

Die Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren im Kanton Bern setzt sich für ein Ja zum Jagdgesetz ein, damit die Wölfe in der Schweiz endlich durch die Kantone vorausschauend reguliert werden können – zum Schutz der Nutz- und Wildtiere, aber auch der Menschen. 

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