Aldi schliesst den Verkauf von Eberfleisch nicht aus

Noch dürfen männliche Ferkel in Deutschland in der ersten Lebenswoche betäubungslos kastriert werden. Ab dem Jahr 2019 wird dies aber verboten, wie die «Agrarzeitung» berichtet. Dann müssen deutsche Schweinezüchter entweder wie in der Schweiz mit Betäubung kastrieren, oder sie mästen Eber.

Noch dürfen männliche Ferkel in Deutschland in der ersten Lebenswoche betäubungslos kastriert werden. Ab dem Jahr 2019 wird dies aber verboten, wie die «Agrarzeitung» berichtet. Dann müssen deutsche Schweinezüchter entweder wie in der Schweiz mit Betäubung kastrieren, oder sie mästen Eber.

Letzteres ist allerdings ein schwieriges Unterfangen, da mit Eintreten der Geschlechtsreife Hormone entwickelt werden, die im Fleisch einen unangenehmen Geruch auslösen. Forschungsversuche, den Ebergeruch im Fleisch mit Flüssigrauch oder Gewürzen zu überdecken, seien bisher nicht praxisreif, so die «Agrarzeitung». Auch gibt es bisher keine technischen Geräte, die Schlachtkörper mit Ebergeruch identifizieren können. Das zuverlässigste Mittel hierfür sei die menschliche Nase, schreibt fleischwirtschaft.de.

Trotzdem hat der deutsche Discounter Aldi angekündigt, ab 2017 nur noch Fleisch von unkastrierten Ferkeln anzunehmen. Wie dies genau umgesetzt werden soll ist noch offen. Auf Anfrage sagt Aldi Suisse zu diesem Thema: «Wir  setzen im Standardsortiment konsequent auf Schweizer Schweinefleisch, wo eine Kastration mit Schmerzausschaltung vorgeschrieben ist.» Der Discounter verfolgt aber kontinuierlich die Projekte und Entwicklungen in der Schweiz sowie im Ausland und «schliesst nicht kategorisch aus, in der Zukunft bei ausgewählten Aktionsartikeln Eberfleisch zu testen».

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