Beim roten Kalbfleisch ist noch viel Aufklärungsarbeit vonnöten

Sämtliche Beteiligte der Kälbermast - Bauern, Metzger, Gastronomen, Behörden, Tierärzte und Wissenschaftler - trafen sich zu dem vom Schweizer Tierschutz einberufenen Kälbergipfel in Bern. Man wurde sich einig, dass das rötliche Kalbfleisch ein Qualitätsmerkmal gesunder Kälber werden soll.

Reto Blunier |

Sämtliche Beteiligte der Kälbermast - Bauern, Metzger, Gastronomen, Behörden, Tierärzte und Wissenschaftler - trafen sich zu dem vom Schweizer Tierschutz einberufenen Kälbergipfel in Bern. Man wurde sich einig, dass das rötliche Kalbfleisch ein Qualitätsmerkmal gesunder Kälber werden soll.

Das Treffen fand im Berner Tierspital im Länggassequartier statt. Dabei kamen auch die ab 2013 geltenden Vorschriften zu artgerechten Fütterung von Mastkälbern, bessere Eisenversorgung mittels Verfüttern von Heu und der uneingeschränkte Zugang zu Wasser, zur Sprache, teilt der Schweizer Tierschutz in einem Communiqué.

Irrglaube wegen weissem Kalbfleisch

Sämtliche Vertreter (Bauern, Metzger, Gastronomen, Behörden, Tierärzte und Wissenschaftler) waren sich einig, dass rotes Kalbfleisch ein Qualitäts- und Gesundheitsmerkmal sei, dass nun dem Konsumenten besser kommuniziert werden müssen. Diese seien irrtümlicherweise der Meinung, dass weisses Kalbfleisch edel sei.

Dieser Irrglaube, der von bestimmten Interessenvertretern gefördert wird, hat Konsequenzen für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mastkälber. Aber nicht für die Tiere, sondern auch für Bauern, die ihre Tiere bereits tierschutzkonform halten, hat diese Annahme gravierende Konsequenzen, schreibt der Schweizer Tierschutz (STS). Denn die Bauern müssten empfindliche Preiseinbussen hinnehmen (bis zu 400 Franken pro Tier).

Aufklärung des Konsumenten vonnöten

Damit dass ab 2013 flächendeckend erhältliche rötliche Kalbfleisch von den Konsumenten auch gekauft wird, müssen Metzger wie Gastronomen noch viel Aufklärungsarbeit leisten, betont der STS.

Dieser Meinung ist auch Brigitte Meier vom Kälbermästerverband. Gegenüber "Blick am Abend" sagte sie, dass insbesondere im Gastrokanal weisses Kalbfleisch verkauft werde. Es brauche die Unterstützung der Medien und der Konsumenten, der Aufklärungsbedarf sei gross. Wenn nicht genügend informiert werde, drohe der Import von weissem Kalbfleisch ab 2013 und der Schweizer Bauer bleibe auf dem roten Kalbfleisch sitzen.

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