
Mit der PRRS-Resistenz würden Erkrankungen vermieden, der Antibiotikaeinsatz reduziert und das Tierwohl verbessert werden. (Symbolbild)
Susanne Meier
Auch in Kanada haben die Behörden grünes Licht für die Nutzung von Schweinen gegeben, die durch Genomeditierung resistent gegen das Porcine Reproduktive und Respiratorische Syndrom (PRRS) gemacht wurden. Laut einer aktuellen Mitteilung des Gesundheitsministeriums in Ottawa hat eine Sicherheitsprüfung keine speziellen Risiken aufgezeigt. Fleisch, das aus diesen genomeditierten Tieren hergestellt werde, sei ebenso sicher und nahrhaft wie das derzeit in Kanada erhältliche Fleisch.
Handfeste Vorteile
Zugleich hat das Ministerium handfeste Vorteile der PRRS-Resistenz ausgemacht. So würden Erkrankungen vermieden, der Antibiotikaeinsatz reduziert und das Tierwohl verbessert. Gleichzeitig trage die Resistenz zu einer stabileren, erschwinglicheren und nachhaltigeren Lebensmittelversorgung bei.
Allerdings dürfte es noch einige Zeit dauern, bis das Fleisch PRRS-resistenter Schweine auf den kanadischen Markt kommt. Das Unternehmen Genus PLC, das die Kommerzialisierung der genomeditierten Schweine übernommen hat, will diese erst dann in den Markt einführen, wenn auch in anderen wichtigen Märkten wie Japan und Mexiko eine Zulassung erfolgt ist. Bislang sind die PRRS-resistenten Schweine von Genus PLC bereits in den USA, Brasilien, Kolumbien und der Dominikanischen Republik für die Verwendung in Lebensmitteln zugelassen.