Den Körpertrick von Muttersauen ausnutzen

Eine Muttersau mobilisiert während der Laktation körpereigenes Phosphor und gewinnt während der Trächtigkeit wieder Phosphor zurück. Durch die Berücksichtigung dieser Dynamik kann die Phosphoraufnahme über die Nahrung während der Laktation und damit die Ausscheidung in die Umwelt reduziert werden.

pd/ats |

Während der Laktation mobilisieren Muttersauen ihre körpereigenen Ca- und P-Reserven, diese Reserven können sie während der nächsten Trächtigkeit dann wieder auf den Ursprungszustand auffüllen, zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie von Agroscope.

In der 26-tägigen Laktation mobilisierten alle Sauen unabhängig vom Futter einen Teil ihrer mineralischen Körperreserven. Auf Kosten des Knochenmineralgehalts (BMC) wurden durchschnittlich 664 g Mineralstoffe mobilisiert, was 240 g Ca und 113 g P entspricht. Während der nächsten Trächtigkeit kehrte der BMC bei den verschiedenen Fütterungen auf ähnliche Werte zurück.

Darum sind Kalzium und Phosphor so wichtig

Kalzium (Ca) und Phosphor (P) spielen beim Aufbau der Knochen eine wichtige Rolle. Eine unzureichende Zufuhr von Ca und/oder P über die Nahrung schränkt die Knochenmineralisierung ein, während ein Überschuss die P-Ausscheidung erhöht, was wiederum umweltschädlich sein kann.

So die P-Ausscheidungen erheblich einschränken

Die Veränderungen der Körperzusammensetzung während der ersten Laktation und der zweiten Trächtigkeit bei Muttersauen zeigt, dass die in die Knochen eingelagerten Reserven mobilisiert und dann wiedergewonnen wurden und dass der P-Gehalt des Futters und eine Phytase-Supplementierung während der Laktation einen Einfluss auf diese Dynamik hat.

Wenn für die Ermittlung des P-Bedarfs während der Laktation neben dem mit dem Futter aufgenommenen P auch die Flüsse des im Körper vorhandenen P berücksichtigt werden, könnten in Zukunft die mit dem Futter bereitgestellten anorganischen Phosphate und folglich die P-Ausscheidungen erheblich eingeschränkt werden.

Die P-Ausscheidung war bei Sauen reduziert, die Futter mit reduziertem P-Gehalt mit oder ohne Phytase-Supplementierung erhielten.

Bedarf sehr hoch

In der Schweineproduktion ist es für eine möglichst gute Verwertung des P im Futter und zur Entwicklung neuer Fütterungsstrategien wichtig, die Mechanismen der Mineralstoffverwertung zu verstehen.

Der P-Bedarf einer Muttersau ist während der Laktation sehr hoch, während der Trächtigkeit dagegen sehr gering. Agroscope untersuchte in einer ersten Studie bei Muttersauen die Dynamik der Ca- und P-Flüsse im Rahmen der Knochenmineralisierung, und dabei insbesondere die P-Mengen, die während der Laktation aus den Knochen mobilisiert und während der folgenden Trächtigkeit wieder zurückgewonnen werden.

Hier geht es zur Studie.

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