
Das Schwarze Alpenschweine schützt Alpweiden vor der Vergandung.
Anna Jenni, FiBL
Die Verfügung des Bundesamts erfolgte am 10. Juli. Eine Rasse gilt als Schweizer Rasse, wenn sie vor 1949 ihren Ursprung in der Schweiz hat oder wenn für sie seit mindestens 1949 ein Herdebuch in der Schweiz geführt wird.
Die mit einem kürzeren, aber kräftigen Körper und langen Beinen ausgestattete Rasse ist sehr gut berggängig. Es handelt sich um ein eigentliches Weideschwein. Es schützt Alpweiden so vor der Vergandung.
Anspruchslos und robust
Das Schwarze Alpenschwein holt sich dank seiner dunklen Färbung keinen Sonnenbrand und kann den ganzen Tag draussen gehalten werden. Was es für die Berggebiete interessant macht: Die Tiere sind anspruchslos und robust. «Um die Eigenschaft zu erhalten, werden sie nur in die Bergzone abgegeben», schreibt das Netzwerk/Rete Pro Patrimonio Montano (Patrimont) in einer Mitteilung.

Mit ihrem kürzeren Körper und langen Beinen sind sie gut berggängig.
zvg
Die extensiv aufgezogenen Tiere werden mit 14 bis 16 Monaten geschlachtet. Gemäss Patrimont ist das Fleisch feinfaserig und kompakt. Der geringere Mastertrag werde durch eine herausragende Qualität kompensiert.
Fast ausgestorben
Lange Zeit sah es aber für das Schwarze Alpenschwein düster aus. Im Alpenraum wurde es fast vollständig verdrängt. Hierzulande wurden die letzten Tiere um 1980 rund um den Lukmanier- und den Splügenpass dokumentiert. Vor rund 13 Jahren wurde der Erhalt der Rasse in Angriff genommen. «Mit noch aufgefundenen Tieren des Ultental-Schlages und aus zwei Reliktgruppen des Veltliner-/Bündner-Schlages wurde ab 2013 die Zucht wieder aufgenommen», hält Patrimont fest.
Und es hat sich ein Erfolg eingestellt. Es gibt wieder 25 Zuchtbetriebe, 12 Mastbetriebe und drei Schaugehege für PR-Zwecke – auf dem Ballenberg, im Tierpark Goldau sowie im Zoolino Zürich.