EU-Schweinepreise Ende Juni im Aufwind

Der zuletzt von deutschen Schlachtbetrieben ausgeübte Druck auf die Schlachtschweinepreise war an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union in der Woche zum 30. Juni noch nicht zu spüren.

Der zuletzt von deutschen Schlachtbetrieben ausgeübte Druck auf die Schlachtschweinepreise war an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union in der Woche zum 30. Juni noch nicht zu spüren.

Nach Angaben der EU-Kommission stieg die durchschnittliche Notierung je 100 kg Schlachtgewicht (SG) für Tiere der Handelsklasse E gegenüber der Vorwoche um 1,92 Euro oder 1,1 % auf 176,80 Euro an; das Vorjahresniveau wurde damit um 5,3 % übertroffen. Marktbeobachter machten für die Preisaufschläge in erster Linie das bei steigenden Temperaturen saisonal kleiner werdende Schweineangebot verantwortlich.

Dies brachte insbesondere den italienischen Mästern Vorteile. Deren Erlösplus von 3,3 % wurde europaweit nur von der Slowakei mit 3,7 % und von Rumänien mit 4,0 % übertroffen. In Ungarn, den Niederlanden und Belgien legten die Notierungen zwischen 2,4 % und 2,8 % ebenfalls überdurchschnittlich zu. Mit Zuschlägen von 1,2 % bis 1,8 % ließen sich Schlachtschweine zuletzt in Frankreich, Österreich, Portugal und Dänemark verkaufen; in Spanien und Polen gab es jeweils 0,4 % mehr Geld. In Deutschland schien hingegen das Preispotential nach oben ausgereizt zu sein; die Auszahlungsleistung der Schlachter blieb mit 173,40 Euro/100 kg SG unverändert. Nennenswerte Einbußen wurden für den Berichtszeitraum nur aus Schweden mit einem Minus von 1,5 % gegenüber der Vorwoche gemeldet.

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