Fasern halten Schweine gesund

Herkömmliches Schweinefutter ist von feiner Struktur. Dies ist optimal für die Futterverwertung, ermöglicht aber keine artgerechte Futteraufnahme und kann Magengeschwüre verursachen. 

Mirjam Holinger vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) untersuchte die Auswirkungen einer täglichen Zufuhr von Raufutter in Form von Grassilage auf das Verhalten und die Gesundheit von kastrierten und nicht kastrierten Mastschweinen.

Die Experimente zeigen, dass Schweine, die permanenten Zugang zu Raufutter haben, deutlich mehr Zeit mit Fressen verbringen – dies im Vergleich zu Schweinen, die nur mit fein gemahlenem Konzentratfutter ohne Raufutter gefüttert werden. Der Zugang zu Raufutter hat Magengeschwüre reduziert und so die Gesundheit der Schweine verbessert.

Ausserdem sind gegenseitige Schwanzmanipulationen zurückgegangen. Die positive Wirkung des Raufutters zeigte sich auch in einem Praxisversuch auf Bio-Schweinemastbetrieben. Auch dort konnten Magengeschwüre reduziert werden. 

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