Ende Juni 2013 trat die Afrikanische Schweinepest erstmals in Weissrussland in der Grenzregion zu Polen auf. Eine Einschleppung in die Länder der Europäischen Union kann nicht ausgeschlossen werden. Das schreibt das Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) und mahnt zu Aufmerksamkeit.
Über Transportfahrzeuge, die aus betroffenen Regionen zurückkehren, sowie mit Produkten aus nicht durchgegartem Fleisch (Schinken, Salami, usw.) infizierter Schweine könnte das Virus weiter verbreitet werden. Dieses gehört der Gattung Asfivirus an und hat eine sehr hohe Überlebensfähigkeit. In Tierkörpern und Fleischprodukten wie zum Beispiel Salami oder Schinken bleibt es monatelang ansteckend. Es ist deshalb illegal, Schweinefleischprodukte aus Ländern, in denen die Afrikanische Schweinepest vorkommt, in die Schweiz zu bringen.
Auch das (illegale) Verfüttern von Speiseabfällen stellt gemäss BVet hierbei eine Infektionsquelle dar. Ungenügend erhitzte Lebensmittelabfälle dürfen deshalb nicht an Schweine verfüttert werden. Auch sollten die Schwenine vor Zeckenbissen geschützt werden.
Alle Arten von Schweinen einschliesslich Wildschweine können erkranken. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich. Es existiert kein vorbeugender Impfstoff. Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Tierseuche. Es besteht eine Meldepflicht für den, der Tiere hält, betreut oder behandelt. Verdachtsfälle müssen dem Bestandestierarzt/der Bestandestierärztin gemeldet werden.
Die schwere Verlaufsform ist gekennzeichnet durch anhaltend hohes Fieber und plötzliche Todesfälle. Auf der Haut können die Tiere punkt- oder flächenförmige Blutungen zeigen, vor allem an den Extremitäten (Beinen) und den Ohren. An schweren Verlaufsformen der Krankheit können alle erkrankten Tiere sterben.
Bei milden Verlaufsformen kommt es nicht zu plötzlichen Todesfällen. Bei der milden Verlaufsform zeigen die Schweine immer wieder auftretendes Fieber, Hautrötungen, Aborte, Kümmern, Durchfall, Fressunlust, Teilnahmslosigkeit, schlechte Mastleistung, geschwollene Gelenke bzw. Lahmheit und Husten.
Die Krankheit ist in Ländern Afrikas sowie in Sardinien verbreitet. Zu Ausbrüchen in Europa kam es 1985 in Belgien, 1986 in den Niederlanden, 1994 in Spanien und 1999 in Portugal. Ausgehend von Georgien kam es 2006 zu einer massiven Ausbreitung im Kaukasus. In der Schweiz ist die Krankheit bisher nie aufgetreten.