Es gibt immer mehr Mutterkühe. Ende 2013 waren 95'969 bei Mutterkuh Schweiz. Die Anzahl Herdebuchtiere ist rückläufig.
Ende 2013 waren bei Mutterkuh Schweiz 95'969 Mutterkühe registriert, 3998 mehr als Ende 2012. Damit ist die Zahl der Mutterkühe – wie auch jene der Mutterkuhhalter – weiter angestiegen. Von den 95'969 Mutterkühen wiesen 19'398 keine registrierte Abstammung aus. Bei den Kühen mit Abstammung wird zwischen Rassen- und Kreuzungskühen unterschieden, wobei längst nicht alle Rassenkühe auch im Fleischrinderherdebuch sind.
Rassen und Kreuzungen
Betrachtet man die Rassenkühe, lag Ende 2013 die Rasse Simmental an der Spitze mit 10'556 Rassenkühen, gefolgt von den Angus mit 9326 Rassenkühen und den Limousin mit 7842. Total gab es 47463 Rassenkühe. Nimmt man auch die Kreuzungskühe dazu (wobei die Rasse des Vaters zählt), ergibt sich ein komplett anderes Bild: 26'896 Limousin stehen dann 13'816 Angus und 12'111 Simmentalern gegenüber.
Am anderen Ende der Rangliste findet man Texas Longhorn und Maine Anjou mit je zwei Rassenkühen, Wagyu mit vier und Evolène mit sechs Rassenkühen. Zugenommen haben in den letzten Jahren die Bestände der Rassen Grauvieh, Simmental und Limousin.
Die grosse Zahl Limousin-Kreuzungen rührt daher, dass Limousinstiere mit Abstand am häufigsten für Kreuzungen eingesetzt werden. Mit einem Anteil von 38,1 Prozent aller Besamungen erreichten die Fleischrassenbesamungen einen neuen Rekord. 200'314 Limousin-Samendosen wurden verkauft – mehr als von Braunviehstieren.
Weniger Herdebuchkühe
Von den 47'463 Rassenkühen waren 13'566 im Herdebuch von Mutterkuh Schweiz eingetragen. Damit schrumpfte der Bestand der weiblichen Zuchttiere im Vergleich zu 2012 um 66. Weniger Herdebuchkühe wurden insbesondere bei den Rassen Angus, Aubrac, Charolais, Dexter, Galloway, Hereford, Highland Cattle, Eringer und Luing gezählt.
Mehr Tiere verzeichneten die Züchter von Grauvieh, Blonde d’Aquitaine, Zebu, Braunvieh, Piemontese, Tux-Zillertaler und Pinzgauer. Von dieser Rasse wurden 2013 denn auch 127 Tiere importiert. Mehr Importe gab es nur noch beim Grauvieh mit 490.
Kleine und grosse Herden
Durchschnittlich wurden über alle Rassen 11,2 Herdebuchkühe pro Zuchtbetrieb gehalten. Piemontesezüchter halten im Schnitt 31 Kühe, Charolaiszüchter 21,5, Anguszüchter 21,2 und Limousinzüchter 19,6. Deutlich kleinere Herden haben die Dexter-, Galloway- und Highland-Cattle-Züchter mit knapp 5 Kühen. Es gibt also viele Züchter dieser drei Robustrassen, und sie haben im Schnitt nur wenig Tiere. Da verwundert es nicht, dass die Robustrassen fast die Hälfte der 1206 Zuchtherden im Fleischrinderherdebuch stellen.
Produktions- und Schlachtauswertung
Das 205-Tage-Absetzgewicht lag im Schnitt bei 293kg, die Tageszunahme über alle Rassen mit Leistungskontrolle (Zuchtwertschätz- oder Wiegerassenmodul) bei 1238g. Die höchsten Tageszunahmen erreichten die Simmentaler mit 1364g, dicht gefolgt von Braunvieh und Charolais. 65'803 Schlachttiere mit einem Schlachtalter von maximal 24 Monaten liegen den Schlachtauswertungen zugrunde. In die Rassenauswertung wurden nur Rassen mit mehr als 200 Schlachttieren einbezogen. Mit über 60 Prozent aller Schlachttiere mit der Klassierung C schnitten Aubrac, Charolais und Limousin am besten ab. Bei Angus, Aubrac, Charolais, Grauvieh, Limousin, Salers und Simmental wurden über 80 Prozent der Schlachtkörper mit T+, H oder C klassiert. sum