
Bio-Betriebe, die Hoftötung durchführen möchten, werden von KAG-Freiland unterstützt.
Anja Tschannen
Der Transport dorthin bedeutet laut KAG-freiland für viele Tiere Stress: die Trennung von der Herde, fremde Artgenossen und eine ungewohnte Umgebung.
Weniger Stress für Tier und Mensch
Genau hier setze KAGfreiland mit dem Projekt «Lebwohl» an. Ziel sei es, die Hoftötung als tierfreundliche Alternative weiter zu etablieren, schreibt die Organisation.
Bei der Hoftötung bleiben die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung. Belastende Transporte entfallen, Stresssituationen werden minimiert. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf das Tierwohl aus, sondern kann auch die Fleischqualität verbessern. Im Rahmen des Projekts «Lebwohl» hat KAGfreiland bereits rund 70 Betriebe bei der Einführung der Hoftötung begleitet.
Fokus neu auch auf Schweine
Während die Hoftötung bei Rindvieh bereits häufiger angewendet wird, ist sie bei Schweinen noch wenig verbreitet, heisst es in einer Mitteilung. KAGfreiland sucht deshalb Bio-Betriebe in der ganzen Schweiz, die dieses Verfahren einführen möchten. Die Organisation unterstützt bei Fragen zur Infrastruktur, hilft beim Ausfüllen der Bewilligungsgesuche und vermittelt Kontakte zu Dienstleistern sowie Schlachtbetrieben.
Zudem übernimmt KAGfreiland während des Bewilligungsverfahrens die anfallenden Kosten der kantonalen Veterinärämter und leistet eine finanzielle Unterstützung. «Auch Bio-Betriebe, die Hoftötung für Rindvieh oder Kleinwiederkäuer einführen möchten, können weiterhin auf Unterstützung zählen», heisst es in der Mitteilung. Interessierte können sich direkt bei KAGfreiland melden. Ziel sei es, möglichst vielen Tieren ein stressfreies und schonendes Lebensende zu ermöglichen.