
Wühlen gehört zu den wichtigsten natürlichen Verhaltensweisen von Schweinen.
Mirjam Holinger, Fibl
Wie das Kompetenzzentrum schreibt, werden in der Pilotphase Strohpellets als Grundmaterial getestet. Die Schweine würden sie gerne zerbeissen, zurück bleibe dann eine feinere, weiche Schicht aus gehäckseltem Stroh.
Als kleine Leckerbissen wurden laut dem Bericht unter anderem in einem Wühlareal Maiswürfel eingemischt und in einem anderen Pinienrinde zur zusätzlichen Beschäftigung. Das rege das Wühlen zusätzlich an. Grundsätzlich, so der Strickhof, eignen sich als Einstreumaterial erdähnliche und fressbare Materialien. Reines Stroh ist weniger attraktiv. Ein Kamerasystem zeichnet das Verhalten der Schweine auf. So lässt sich auswerten, wie viel Zeit sie mit Wühlen, Ruhen oder Spielen verbringen.
Der Strickhof überprüft auch die Wirtschaftlichkeit. Lohnt sich der Mehraufwand? Dazu wird die Nutzungsdauer des Wühlmaterials sowie der zusätzliche Arbeitsaufwand erfasst. Das Fazit des Strickhofs: «Bereits im ersten Umtrieb zeigte sich, dass die Jager die Bucht und den Auslauf besser sauberhalten. Es hat einen Ort an dem sie Kot und Urin absetzen, dies freut die Mitarbeitenden im Stall.»
Das Projekt läuft über drei Jahre.