Der gesamte Kuhbestand nimmt in der Schweiz weiter ab. Dafür gab es noch nie so viele Mutterkühe wie zu Beginn von 2014.
Vor fünf Jahren gab es im Monat Mai insgesamt 706'570 Kühe in der Schweiz. Im Mai 2014 zählte man hierzulande noch 698'051 Kühe. Dabei geht aus den Erhebungen der Tierverkehrsdatenbank (TVD) hervor, dass sich die Bestände von Mutter- und gemolkenen Kühen nach wie vor unterschiedlich entwickeln.
Im Mai 2009 verzeichnete die TVD 594'917 Milchkühe. 2014 waren es im gleichen Monat noch 580'709 laktierende Tiere. Dies entspricht einer Reduktion von 1,2 Prozent. In der gleichen Zeitspanne nahm die Anzahl Mutterkühe um 6387 Tiere zu. In den letzten fünf Jahren hat der Bestand somit von 110'826 (+5,8%) auf 117'213 Tiere zugenommen.
Auffällig ist ebenfalls, dass mit 207'489 Tieren der Bestand von ein- bis zweijährigen Rindern so tief ist wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Daniel Erdin, Leiter Geschäftsbereich Agristat beim Schweizer Bauernverband, erklärt dies mit der Tatsache, dass Landwirte in der Nachzucht heute viel selektiver vorgingen. «Heute wird viel konsequenter selektiert», sagt Erdin. So gingen Rinder vermehrt in die Grossviehmast, wodurch die Kühe auf dem Schlachtviehmarkt rar würden, wie dies derzeit der Fall sei.