In den Niederlanden hat der Staat ein Programm gestartet, um die Anzahl Schweinehalter in Gebieten, in denen es immer wieder Konflikte mit Anwohnern gibt, deutlich zu reduzieren. Und die Bauern sind bereit, die Produktion aufzugeben, wenn das Angebot stimmt.
Wie Topagrar berichtet, hat Ministerpräsident Mark Rutte bereits vor Monaten ein über 200 Mio. Euro (230 Mio. Fr.) dotiertes Aufkaufprogramm gestartet. Der Start soll Anfang 2019 erfolgen. Damit sollen die Konflikte zwischen Anwohnern von Schweinestallungen gemindert werden.
Gemäss einer Umfrage sind viele Bauern gewillt, ihre Betriebe aufzugeben, sofern sie finanziell entsprechend entschädigt werden. Bei Betrieben, die Nahe an einem Wohnquartier liegen und es Probleme wegen Geruchsbelästigungen gibt, liegt der Anteil der aufgabewilligen Höfe bei 80 %. Betrachtet über das ganze Land sind 50 Prozent der Schweinehalter bereit, aus der Produktion auszusteigen. Besonderes Interesse zeigen kleinere Betriebe mit 150 Sauen oder 500 bis 1’500 Mastplätzen.