So soll die Eberaufzucht gesichert werden

Das Umfeld in der Schweinezucht ist herausfordernd. Die Suisag baut eine zentrale Vaterlinienaufzucht auf. So soll das langfristige Bestehen des Zuchtprogrammes gesichert werden.

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«Die Schweineproduktion in der Schweiz ist rückläufig und wird auch in den kommenden Jahren weiter abnehmen», schreibt die Suisag am Mittwoch in einer Mitteilung. Gleichzeitig nimmt der Deckebermarkt weiter ab.

Werden mit 20 bis 35 kg gekauft

Dies hat Folgen für das Unternehmen. Der Spermaabsatz sinkt, das wiederum führt zu einer Reduktion der Anzahl angekaufter Eber für die Station. «Für die Vaterlinieneberzüchter ist das eine zusätzliche Herausforderung», hält die Suisag fest.

Deshalb wird die Aufzucht angepasst. Das haben der Suisag-Verwaltungsrat an der letzten Sitzung nach Rücksprache mit den Vaterlinienzüchtern und der Suisseporcs entschieden. Konkret heisst das, dass potenzielle Zuchteberkandidaten neu bereits mit 20 bis 35 kg angekauft werden und in den Stallungen in Sempach aufgezogen werden. Mit rund 120 bis 150 kg wird anschliessend entschieden, welche Eber in die KB-Station kommen.

Umstellung 2026

Damit wird das Konzept der Mutterlinienebern kopiert. Dieses habe sich seit der Einführung im Jahr 2006 bewährt, so die Suisag. Für die Eberzüchter hat gemäss der Branche der Systemwechsel mehrere Vorteile. Sie profitieren von stabilen Einnahmen. Und sie können einen Teil der Aufgaben an die Suisag abgeben. Gemäss Mitteilung hat sich ein Grossteil der Eberzüchter für die zentrale Eberaufzucht ausgesprochen. Den anderen steht es offen, weiterhin im bisherigen System Eber zu liefern.

Die Umstellung ist auf 2026 vorgesehen. Mit dem Anpassen der Stallungen in Sempach wird noch in der ersten Jahreshälfte 2024 begonnen. «Durch eine zentrale Vaterlinienaufzucht wollen wir zudem sicherstellen, dass wir auch in Zukunft laufend ausreichend züchterisch gute Eber der gewünschten Rassen für die KB-Station und somit für unsere Kunden ankaufen können», sagt Nadine von Büren, Leiterin des Geschäftsbereichs Zucht der Suisag.

Die Suisag ist 1998 aus dem Zusammenschluss verschiedener Organisationen aus dem Schweinesektor entstanden. Das Dienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Sempach engagiert sich für die Anliegen der Schweizer Schweineproduktion. Die Suisag übernimmt nach eigenen Angaben wichtige Aufgaben zum Nutzen der Schweinehaltung insbesondere in den Bereichen Zucht, künstliche Besamung und Schweinegesundheit. Das Unternehmen ist mit rund 100 Mitarbeitenden ist nach eigenen Angaben führend in der Schweizer Genetik, dem Gesundheitsprogrammen und im Service.

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