Trotz gestiegenen Schweinepreisen ziehen dunkle Wolken auf

Der für die französischen Schweinehalter repräsentative Versteigerungsmarkt Marché du Porc Breton (MPB) meldet für 2011 einen durchschnittlichen Erzeugerpreis von 1,31 Euro/kg, dies entspricht einem Plus von 14,32% gegenüber 2010. Trotzdem bleibt die Lage der Schweine-produzenten infolge gestiegener Futter-mittelkosten weiterhin kritisch.

AgE |

Der für die französischen Schweinehalter repräsentative Versteigerungsmarkt Marché du Porc Breton (MPB) meldet für 2011 einen durchschnittlichen Erzeugerpreis von 1,31 Euro/kg, dies entspricht einem Plus von 14,32% gegenüber 2010. Trotzdem bleibt die Lage der Schweine-produzenten infolge gestiegener Futter-mittelkosten weiterhin kritisch.

Ein vergleichbarer Preis sei zuletzt 2001 mit 1,45 Euro/kg erzielt worden, sagte der Leiter des MPB, Jean-Pierre Joly, anlässlich der Präsentation der Jahresbilanz. Damals hätten die Verbraucher als Reaktion auf die die Rinderseuche BSE verstärkt Schweinefleisch gekauft.

Sorge vor 2013

Für 2012 erwartet Joly einen weiteren Nachfrageanstieg um gut 10%. Allerdings sind nach seinen Worten die Notierungen seit November 2011 eingebrochen, und der Durchschnittspreis am 2. Januar habe bei lediglich 1,28 Euro/kg gelegen.

Mit Sorge verfolgt der MPB die Tatsache, dass die Schweinebetriebe bis 2013 gezwungen sind, die entsprechenden Auflagen der Europäischen Union für das „Wohlbefinden der Tiere“ zu erfüllen. Erschwerend sei, dass die Konkurrenten in Nordeuropa, vor allem die Schweinehalter in Deutschland und Dänemark, ihre Investitionen bereits vorweggenommen
hätten und sich auf vollem Wachstumskurs befinden.

Inaporc bedauert Wegfall der Exportkreditversicherung

Besonders enttäuscht ist die Interprofession über die Entscheidung der Pariser Regierung, die staatliche Exportkreditversicherung zu beenden, die als Reaktion auf die Wirtschaftskrise 2007 und 2008 im Oktober 2009 auf Wunsch des französischen Mittelstandes eingeführt worden war und für den Export in zahlreiche EU-Mitgliedsländer, darunter Griechenland, Italien und Grossbritannien sowie in Drittländer wie Russland, gewährt wurde.

Diese Entscheidung widerspreche eindeutig den Erklärungen der zuständigen Ministerien in Paris, den Export stützen zu wollen. Die Interprofession forderte daher eine Wiederaufnahme der Export-kreditversicherung, die insbesondere unerlässlich sei für die Ausfuhr nach Griechenland und Italien sowie für die französischen Lieferungen in zahlreiche osteuropäische Abnehmerländer. Inaporc begründet ihre Forderung unter anderem damit, dass ähnliche Mechanismen in den
wichtigsten Exportländern der Europäischen Union, darunter Deutschland, Realität seien.

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