Tuxer sicherten Weiden

Eine Eigenschaft, die das österreichische Tux-Zillertaler-Rind laut Mutterkuh Schweiz mit den schweizerischen Eringern gemeinsam hat, ist die Kampfeslust.

Eine Eigenschaft, die das österreichische Tux-Zillertaler-Rind laut Mutterkuh Schweiz mit den schweizerischen Eringern gemeinsam hat, ist die Kampfeslust.

Früher, als die Besitzverhältnisse gerade auf den Alpen und Weiden noch nicht so klar geregelt waren wie heute, machte man sich die Stärke der Tux-Zillertaler oder «Tuxer» zunutze. Oftmals hielten sich Bauern eine einzige Tux-Zillertaler-Kuh, um der restlichen Herde gute Weideplätze zu sichern und sie vor Angriffen von Rindern anderer Besitzer zu schützen.

Die Tux-Zillertaler galten als Einzelgänger und nahmen gegenüber dem Rest der Herde meist eine dominante Sonderstellung ein. Eindeutigere Aufteilungen der Besitzverhältnisse zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie bessere Fütterung der Tiere machten den Kampf um die besten Weideplätze hinfällig, die Tuxer verschwanden zunehmend von den Tiroler Alpen.

Der Zweite Weltkrieg und verschiedene Krankheiten liessen die Rasse beinahe aussterben. Mitte der 1970er-Jahre hatte sich die Zahl der Tux-Zillertaler-Rinder auf 30 Stück dezimiert. Dem Engagement begeisterter Züchter ist es zu verdanken, dass die Tux-Zillertaler heute immer noch anzutreffen sind und sich zum Beispiel als Mutterkühe einen Namen gemacht haben. 

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