Zuchtsauen: Dänemark schränkt Fixierung ein

Mit strengeren Vorgaben für Abferkelbuchten will Dänemark das Tierwohl von Sauen deutlich verbessern. Eine neue Verordnung begrenzt die Fixierung zeitlich und schreibt mehr Platz vor.

AgE |

Dänemark schafft die Fixierung von Sauen in Abferkelbuchten sukzessive ab. Mit einer am 1. Januar 2026 in Kraft getretenen Verordnung dürfen Sauen nur noch für wenige Tage um den Abferkeltermin herum in Ferkelschutzkörben fixiert werden, während dies bislang während der gesamten Abferkel- und Laktationszeit erlaubt war.

Mit der Fixierung soll verhindert werden, dass sich die Sau auf die neugeborenen Ferkel legt und diese erdrückt. Laut dem dänischen Landwirtschaftsministerium werden die Regeln nun verschärft, da die Fixierung das natürliche Verhalten und damit das Wohlergehen der Sau beeinträchtigt.

Künftig sollen dänische Sauen sich in den Abferkelbuchten frei bewegen können. Daher werden auch Anforderungen an die Grösse gestellt. Künftig müssen Sau und Ferkel mindestens 6,5 Quadratmeter Bodenfläche zur Verfügung haben.

Für die neuen Vorschriften gilt eine Übergangsfrist von 15 Jahren für Bestandsanlagen. Landwirte, die bereits auf Freilandhaltung umgestellt haben, haben sogar 25 Jahre Zeit, um alle Anforderungen zu erfüllen. Die Verschärfung geht auf das Tierschutzabkommen «Gemeinsam für die Tiere» zurück, das im Februar 2024 beschlossen worden war und für mehr Tierwohl in Dänemark sorgen soll.

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