Super-Gau in der Schweineproduktion befürchtet

AgE |

Für nicht nachvollziehbar hält das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF), dass ungeachtet der Gefahr einer weiteren Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) die Freiland- und Auslaufhaltung von Schweinen weiter zulässig ist. 

Vor dem Hintergrund der Bemühungen aller Schweinehalter, ihre Ställe in Hochsicherheitstrakte zu verwandeln, sei diese Position der Bundesländer „schlichtweg unverantwortbar“, so der Vorsitzende des AEF, Uwe Bartels, vergangene Woche zu einem Beschluss der Amtschefkonferenz von Mitte Januar.

Sollte sich nur ein Freilandschwein anstecken, ginge für alle in der betroffenen Region liegenden Betriebe „praktisch gar nichts mehr“, warnte der frühere niedersächsische Landwirtschaftsminister. Seiner Einschätzung nach käme das einem „Super-Gau“ gleich.

Dringend einheitliche Massnahmen gefordert

Bartels forderte die Länderagrarminister dazu auf, die Erlaubnis für die Freiland- und Auslaufhaltung von Schweinen sofort aufzuheben. Gleichzeitig sei das Aufstallungsverbot für Biobetriebe auszusetzen.

Zudem müsse das Vorgehen der Länder im Umgang mit der ASP dringend vereinheitlicht werden. Politischen Handlungsbedarf macht die AEF auch im Hinblick auf Drittlandsexporte von Schweinefleisch geltend.

Gespräch mit China suchen

Man erwarte von Bundeskanzlerin Angela Merkel persönliches Engagement gegenüber China, heisst es in Vechta.

Dort wird auf Nachbarländer wie Frankreich und Belgien verwiesen, die auf höchster politischer Ebene Gespräche mit der chinesischen Staatsführung geführt und Regionalisierungsabkommen erreicht hätten.

Kommentare (10)

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  • michael Krebs | 09.02.2021
    So funktioniert die gesellschaft aber nicht, mein freund.
    Wenn zu wenig da ist wird es einfach importiert.
    Kannst ja der globalisierung danken
  • Markus Bolliger | 09.02.2021
    Einfach weniger anbieten. Wer zu spät kommt frisst Grünfutter. Ganz einfach.
  • Pigelet | 09.02.2021
    Der super Gau wird sein dass sich ein Betrieb ansteckt mit der Folge seine Herde keulen zu müssen und zum Dessert gibts noch eine Anzeige einer Tierschutzorganisation obendrauf !
  • Lupa | 08.02.2021
    Mali hat recht. Ein hoher Fleischkonsum ist schlecht für die Umwelt in jeder Hinsicht. Gier nach Geld. Der Super-gau lässt grüssen.
    • Hans | 09.02.2021
      Hier nach Geld? Erklär mir bitte das! Ich glaube., das die Landwirte am wenigsten verdienen von der Wertschöpfungskette. Warum hören immer mehr Landwirte auf der Landwirtschaft? Weil sie genug für den Rest ihres Leben verdient haben?
      Also bitte erklär mir das!
  • Üelu | 08.02.2021
    MALI du verstest nicht mit einheimischem futter wäre gut aber da wäre zuwenig fleisch auf dem markt und müsste importiert werden was nicht der schweizer tierschutz entspricht
  • Mali | 08.02.2021
    Gier nach Geld. Wie wäre es denn mit weniger Tieren und dafür die Futtermittel in der Schweiz anbauen.
    • Urs Blum | 08.02.2021
      Was hat das mit dem Bericht zu thun
    • Markwalder erich | 08.02.2021
      Die Schweiz kann nur 50% der Bevölkerung selber ernähren.
      Vor allem Eiweiss Träger werden als tierfutter importiert, weil sie hier vom Klima her nicht oder schlecht wachsen.
      Importierte Futter mittel schaffen Arbeitsplätze und Einkommen für die Landwirtschaft.
      Zudem sind die Tiere nach unseren (weltweit vorbildlichen Standards,) gehalten.
    • Margrit Binder | 09.02.2021
      da bin ich dafür. einfach das Fleisch kostet das 10 fache wie heute für den Konsument.

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