In Bayern wird der Zuschusssatz im Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) für tierwohlgerechte Ställe auf
40% erhöht. Das hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bekanntgegeben.
«Wir wollen noch mehr Tierwohl und den dafür notwendigen Investitionen einen Schub geben», erklärte
die CSU-Politikerin. Sie forderte die Betriebe auf, sich schon jetzt auf die beiden Antragsrunden für die Einzelbetriebliche Investitionsförderung (EIF) vorzubereiten.
Für Milchviehhalter steht laut Ministerium die Umstellung von der Anbindehaltung auf die Laufstallhaltung im Vordergrund. Bei den Sauenhaltern gehe es um die Umsetzung der neuen Tierschutznutztierhaltungsverordnung und das Ende der Kastenstandhaltung. Betriebe, die sich diversifizieren und ein zweites Standbein schaffen oder ausbauen wollten, fänden mit der Diversifizierungsförderung ein attraktives Programmangebot.
«Mit der verbesserten Förderung von Laufställen in der Milchviehwirtschaft zeigen wir, dass wir die zunehmend hinterfragende Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber der Anbindehaltung von Milchkühen ernst nehmen», sagte Kaniber. Die Ferkelerzeuger leiden der Ministerin zufolge seit Jahren unter schwierigen Rahmenbedingungen. Für die notwendigen Umstellungen während der Übergangsfrist könnten die Betriebe nun bestmöglich unterstützt werden. Das verschaffe Planungssicherheit.
