In Österreich wurde Infektiöse Bovinen Rhinotracheitis (IBR) bei mindestens 230 Tieren nachgewiesen. Auch in Bayern mussten schon 500 Tiere getötet werden.
Wie dem Radarbulletin des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zu entnehmen ist, zieht die Tierseuche in Deutschland und Österreich immer weitere Kreise. Bis am 20. März wurde IBR bei 230 Rindern in 27 Betrieben in Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich und Niederösterreich bestätigt. Seit Februar wurden mehr als 7200 Rinder in 581 Betrieben untersucht. Die Abklärungen zeigten, dass alle positiven Fälle auf den Ausbruchsbetrieb in Tirol sowie auf die mit diesem Betrieb im Zusammenhang stehenden Viehhändler zurückzuführen sind.
In Bayern (D) sollen 30 Betriebe von IBR betroffen sein. 1700 Kontakttiere wurden untersucht und rund 500 Rinder getötet. Wahrscheinlich kam das Virus durch zwei Rinder aus Tschechien nach Bayern. Genauere Informationen zum Zusammenhang zwischen den bayrischen und Tiroler Fällen sind dem BLV nicht bekannt. Auch im deutschen Bundesland Baden-Württemberg wurden bereits 10 Tiere positiv getestet.
Aus Österreich dürfen nur noch Rinder in die Schweiz importiert werden, die aus unverdächtigen Beständen stammen. Importierte Rinder müssen zusätzlich während der amtstierärztlichen Überwachung in der Schweiz einer Einzeltieruntersuchung auf IBR unterzogen werden.