
Die acht Landwirte und Bestösser aus dem Kanton Graubünden haben sich zusammen getan, um gegen die Blauzungenkrankheit-Impfpflicht vorzugehen.
zvg
Acht Churer Bauern und Bestösser der Churer Alpen haben Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden eingereicht, heisst es in einer Mitteilung.
Anlass ist das von der Stadt Chur verhängte Impfobligatorium gegen die Blauzungenkrankheit. Bereits im zweiten Jahr in Folge hat der Stadtrat eine entsprechende Pflicht angeordnet. Frühere Interventionen bei der Stadt blieben ohne Erfolg.
Mögliche wirtschaftliche Folgen und Bedenken zum Impfstoff
Die betroffenen Bauern sehen sich durch die Massnahme unter Druck. Gemäss neuen Pachtverträgen der Bürgergemeinde Chur könnten Landwirte ihr gepachtetes Alpgebiet verlieren, wenn sie ihre Tiere nicht impfen und somit nicht sömmern. Zusätzlich drohen finanzielle Einbussen durch den Wegfall von Sömmerungsbeiträgen.
Die Beschwerdeführer begründen ihren Schritt unter anderem mit Vorbehalten gegenüber dem eingesetzten Impfstoff. Dieser wurde von der Arzneimittelbehörde Swissmedic im Rahmen einer Notfallzulassung genehmigt. Die Bauern befürchten mögliche Nebenwirkungen wie Fehlgeburten oder Fruchtbarkeitsprobleme bei den Tieren. Zudem äussern sie Sorgen hinsichtlich möglicher Rückstände in Fleisch und Milch.
Unterschiedliche Vorgehensweisen
Während die Stadt Chur ein Impfobligatorium vorsieht, setzen das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen sowie kantonale Behörden auf Freiwilligkeit. In Graubünden wurde seit August 2024 bislang nur ein Fall der Blauzungenkrankheit registriert. Die Krankheit betrifft Wiederkäuer und ist für den Menschen ungefährlich.
Mit ihrer Beschwerde verlangen die Bauern die Aufhebung der Impfpflicht. Das Obergericht wird nun über die Rechtmässigkeit der Massnahme entscheiden.
Wenn der Bund kein Obligatorium vorsieht fehlt die rechtliche Grundlage. Die Stadt Chur darf keine diesbezügliche Impfung vorschreiben.
Notfallzulassung.!!!
Gehen sie boostern
Der Entscheid ist nicht einfach, so oder so muss jeder selber wissen aber nur nicht jammern.
Wir sind absolut keine Impfbefürworter, dennoch haben wir alles geimpft und zwischenzeitlich über 400 Dosen, passiert ist nach den Impfungen rein gar nichts. Weder Fehlgeburten, noch Zellzahlprobleme, auch keine kranken Tiere, wirklich absolut gar nichts. Kann ich aus der Zeit als die BZ grassierte so auf jeden Fall nicht sagen.