
Rund 6‘000 Tiere müssten diesen Sommer zusätzlich in der Schweiz platziert werden.
Bettina Kiener
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat entschieden, die Sömmerung von Rindern in Frankreich aufgrund der Lumpy-Skin-Krankheit zu verbieten. Für die 260 betroffenen Betriebe, vorwiegend in der Westschweiz, sei die Grenzschliessung laut dem Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verband (SAV) eine sehr grosse Herausforderung. Rund 6‘000 Tiere, die eigentlich in Frankreich hätten gesömmert werden sollen, müssten diesen Sommer zusätzlich in der Schweiz platziert werden.
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Digitale Alpviehvermittlung
Die sehr strengen präventiven Massnahmen des BLV müssten von den betroffenen Betrieben getragen werden, sie kämen aber der gesamten Vieh- und Milchwirtschaft zugute. Der SAV ruft in der Medienmitteilung deshalb die Alpbewirtschaftenden aus der ganzen Schweiz dazu auf, sich solidarisch zu zeigen und ihre freien Sömmerungsplätze auszuschreiben. In Zusammenarbeit mit dem SAV werde zalp die bestehend digitale Alpviehvermittlungs-Plattform optimieren und auf Französisch und Italienisch übersetzen. Ab Ende Februar werde die überarbeitete Plattform funktionsfähig sein. Der SAV prüfe zudem in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Bauernverband (SBV) Möglichkeiten für einen parlamentarischen Vorstoss, um auf politischer Ebene zusätzliche Unterstützung für die betroffenen Betriebe zu erwirken.