
Die Lumpy-Skin-Krankheit (Lumpy Skin Disease, LSD) ist eine Viruskrankheit des Rindes, die durch Insekten übertragen wird. Sie verursacht typische Hautveränderungen, Fieber und eine rückläufige Milchproduktion.
FLI
Obwohl die Lumpy-Skin-Krankheit (LSD) in der Schweiz bislang nicht aufgetreten ist, setzt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) verstärkt auf Prävention.
Ein neues Informationsdokument, welches auf der Homepage des BLV herunter geladen werden kann, zeigt, wie Rinderhaltende durch Aufmerksamkeit und frühes Handeln entscheidend zur Tiergesundheit beitragen können.
So erfolgt die Ansteckung
Die wichtigste Rolle für die Verbreitung spielt die indirekte Erregerverbreitung durch stechende Insekten (beispielsweise Bremsen, Fliegen, Gnitzen, Stechmücken), Milben und Zecken.
Die Übertragung ist auch durch direkten Tierkontakt, infiziertes Sperma, unbehandelte Tierhäute und Felle und deren Produkte (zum Beispiel Jagdtrophäen), Rohfleischprodukte, Rohmilchprodukte und durch daraus gewonnenes Tierfutter inklusive Kolostrum möglich. ats
Früherkennung als Schlüssel
Im Zentrum der Empfehlungen steht die wichtige Rolle der Tierhaltenden bei der täglichen Beobachtung ihrer Tiere. Eine sorgfältige Kontrolle ermöglicht es, erste Anzeichen rasch zu erkennen.
Zu den typischen Symptomen zählen unter anderem Fieber, Abgeschlagenheit, ein Rückgang der Leistung sowie das Auftreten von Hautknoten.
Lumpy-Skin-Disease (LSD)
Die Krankheit befällt Rinder, Büffel und Bisons und verursacht wirtschaftliche Verluste, die hauptsächlich durch Milchleistungsrückgang und Schäden an der Haut bedingt sind. Bei von Lumpy Skin Disease befallenen Rindern bilden sich in der Haut Knoten von 0,5 bis 5 cm Durchmesser.
Die betroffenen Hautstellen sterben nach fünf bis sieben Wochen ab. Die Tiere zeigen ausserdem Symptome wie Fieber, Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit, Nasen- und Augenausfluss sowie vergrösserte Lymphknoten. Die Krankheit ist jedoch nur in sehr seltenen Fällen tödlich.
Die Lumpy-Skin-Krankheit ist eine hochansteckende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt oder der Bestandestierärztin melden. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.
Noch keinen Fall
Das BLV betont in einer Mitteilung, dass erhöhte Wachsamkeit und schnelles Handeln entscheidend sind. Verdachtsfälle sollten umgehend abgeklärt werden, um eine mögliche Verbreitung der Krankheit einzudämmen. Damit werde nicht nur die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere geschützt, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität der betroffenen Betriebe gesichert.
Aktuell sei die Lage in der Schweiz weiterhin stabil: Bislang wurde noch kein Fall der Lumpy-Skin-Krankheit festgestellt. Dennoch bleibt Prävention ein zentraler Bestandteil des Tierseuchenschutzes.