In einem Betrieb im Kanton Uri ist das Schweinevirus PRRS festgestellt worden. Das Veterinäramt hat den Betrieb gesperrt und die Schlachtung sämtlicher Schweine angeordnet. Anfang März wurde im Kanton Luzern in einem Schweinezuchtbetrieb das Virus festgestellt.
Beim betroffenen Urner Betrieb handelt es sich um einen Kontaktbetrieb des Luzerner Zuchtbetriebes auf dem Anfang März PRRS entdeckt worden war. Dies teilte das Veterinäramt der Urkantone heute mit. Das Amt verhängte die sofortige Sperre des Betriebes und die Schlachtung aller Schweine. Die Tiere hatten bisher keine Krankheitssymptome gezeigt. Das Fleisch ist laut Veterinäramt unbedenklich und kann vermarktet werden.
In einem Schweinezuchtbetrieb im Kanton Luzern wurden Anfang März PRRS-Viren nachgewiesen. Der Veterinärdienst liess den Betrieb sperren. Es wurde eine Totalsanierung angeordnet. Die Tiere wurden geschlachtet oder, falls sie dazu nicht geeignet waren, eingeschläfert. Weil immer noch nicht geklärt ist, woher das Virus und die Antikörper stammen, werden die Untersuchungen fortgesetzt. Der damals entdeckte PRRS-Virus „US-Typ“ zirkuliert in Westeuropa nicht. Er wird aber in den umliegenden Staaten als Lebendimpfstoff eingesetzt. In der Schweiz ist eine solche Impfung verboten
Zuvor waren Ende 2012 waren zum letzten Mal in der Schweiz mit PRRS infizierte Schweine entdeckt worden.
PRRS ist eine Virusinfektion der Schweine, die Fruchtbarkeitsstörungen, Aborte, Geburten lebensschwacher Ferkel und Atemwegserkrankungen verursachen kann. Die Tierkrankheit kommt weltweit vor, die Schweiz ist offiziell frei von PRRS. Nach schweizerischem Tierseuchenrecht gilt die Krankheit als auszurottende Tierseuche. Der Mensch ist für die Krankheit nicht empfänglich.