Rindertuberkulose - Schon 5000 Rinder wurden mit Hauttest auf die Seuche getestet

Noch immer werden Rinder in Kontaktbetrieben auf Tuberkulose getestet. Es gibt Hinweise, dass sich die Seuche nicht weiter ausgebreitet hat. Deshalb gibt es auch bei der Sömmerung keine generellen Einschränkungen.

Noch immer werden Rinder in Kontaktbetrieben auf Tuberkulose getestet. Es gibt Hinweise, dass sich die Seuche nicht weiter ausgebreitet hat. Deshalb gibt es auch bei der Sömmerung keine generellen Einschränkungen.

Seit dem ersten Tuberkulosefall Anfang März im Kanton Freiburg laufen die Abklärungen auf Hochtouren. In den letzten Wochen wurden gut 5000  Rinder mit einem Hauttest auf die Tierseuche kontrolliert. «Die Untersuchungen sind aufwendig», umreisst Regula Kennel, Mediensprecherin im Bundesamt für Veterinärwesen (BVet), den Stand der Abklärungen. «Es dauert deshalb noch bis Ende Juni, bis wir eine endgültige Bilanz ziehen können.»

Rund 150 Tiere positiv oder zweifelhaft getestet

Bei knapp 3 Prozent der schweizweit 5000 getesteten Tiere zeigte der Tuberkulintest ein positives oder zweifelhaftes Resultat. «Diese rund 150 Tiere wurden ausgemerzt», so Kennel. Für den Nachweis der Seuche müssen die Lymphknoten dieser Tiere im Labor getestet werden. Erst bei einem positiven Ergebnis dieser Untersuchung wird aus dem Verdachts- ein Seuchenfall – und die Ergebnisse vieler Labortests stehen noch aus. Dennoch gibt Kennel schon heute vorsichtig Entwarnung: «Wir hoffen, dass keine weiteren Seuchenfälle mehr dazukommen und dass die Schweiz den Seuchenfrei-Status behalten kann.»

Im Kanton Freiburg hatte die Tuberkulose ihren Ursprung, und 4000 der 5000 getesteten Tiere stammen von dort. Der Freiburger Kantonstierarzt Grégoire Seitert geht wie Kennel davon aus, dass man die Seuche eindämmen konnte. «In unserem Kanton war der Tuberkulintest bei lediglich 1 Prozent der getesteten Tiere positiv oder zweifelhaft.» Genauere Zahlen und Resultate will er mit Verweis auf die laufenden Untersuchungen erst Mitte Juni bekannt geben.

Auf vier Walliser Betrieben nachgewiesen

Im Wallis sind laut  Jérôme Barras vom kantonalen Veterinäramt mittlerweile 700 Rinder und Kühe getestet. In vier Betrieben wurde die Tuberkulose nachgewiesen. «Bei 20 Kühen auf weiteren Betrieben zeigte der Tuberkulintest ein zweifelhaftes Ergebnis», so Barras, «diese Tiere wurden geschlachtet, und bei keinem bestätigte sich der Verdacht.»

Am Montag trafen sich alle Kantonstierärzte, um allfällige Auswirkungen der Rindertuberkulose auf die Alpung zu besprechen. «Wir sind übereingekommen, dass keine allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen nötig sind», bilanziert Kennel. «Nur für die gesperrten Betriebe treffen die Kantonstierärzte spezielle Massnahmen. Ihre  Rinder und Kühe dürfen nicht zusammen mit Tieren aus nicht gesperrten Betrieben gealpt werden.»

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