Rindervirus: Teilentwarnung

In Bulgarien und Griechenland ist die Rinderseuche Lumpy-Skin-Disease (LSD) gestoppt, meldet die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA). 2019 habe es keine neuen Fälle der Virusinfektion in den südöstlichen EU-Mitgliedstaaten mehr gegeben, teilt die Behörde in Parma mit.

In Bulgarien und Griechenland ist die Rinderseuche Lumpy-Skin-Disease (LSD) gestoppt, meldet die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA). 2019 habe es keine neuen Fälle der Virusinfektion in den südöstlichen EU-Mitgliedstaaten mehr gegeben, teilt die Behörde in Parma mit.

Auch die Balkanstaaten Nordmazedonien, Serbien, Albanien und Montenegro seien inzwischen wieder frei von der Rinderseuche. Allerdings gebe es keinen Grund zu einer generellen Entwarnung, betont die Lebensmittelbehörde.

In der Westtürkei, in Russland und Israel seien die Fälle wieder angestiegen . Entweder habe man dort unwirksame Impfstoffe verwendet oder auf Impfprogramme verzichtet. Die EFSA mahnt deshalb Griechenland und Bulgarien, wachsam zu bleiben. Wenn die beiden EU-Mitgliedstaaten zukünftig auf Impfprogramme verzichten, sollten zumindest Impfstoffe eingelagert und Notfallpläne ausgearbeitet werden. 2015 wurde die Lumpy-Skin-Disease über die Türkei nach Griechenland in die EU eingeschleppt.

Die Lumpy-Skin-Disease (Dermatitis nodularis) ist eine Viruskrankheit, die durch Insekten übertragen wird. Die Krankheit betrifft Rinder und Büffel. Die Tiere werden allgemein schwach. Wirtschaftliche Verluste entstehen durch Milchleistungsabfall, Fruchtbarkeitsstörungen, Aborte und Hautschäden. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

Bei an Lumpy-Skin-Disease erkrankten Rindern bilden sich in der Haut Knoten von 0,5 bis 5 cm Durchmesser. Die Haut über den Knoten stirbt nach fünf bis sieben Wochen ab. Die Tiere haben Fieber, Schwellungen, eitrigen Nasenausfluss, Euterentzündung und Abszessbildung. Aborte können ebenfalls vorkommen. Die Krankheit ist nur in sehr seltenen Fällen tödlich. Für den Menschen sei die Krankheit nicht gefährlich, schreibt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) auf seiner Webseite.

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