Schweiz: Erster Vogelgrippe-Fall

In der Schweiz wurde der erste Vogelgrippefall der Saison nachgewiesen. Festgestellt wurde die Krankheit bei einem verendeten Schwan im Kanton Uri. Der Kanton richtete ein Kontroll- und Überwachungsgebiet im Umkreis des Fundorts ein.

Der Schwan wurde im Gebiet des Reussdeltas aufgefunden. Beim toten Vogel wurde das Vogelgrippevirus H5N1 festgestellt.

Kontroll- und ein Beobachtungsgebiet

Das Laboratorium der Urkantone hat in Absprache mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV ein Kontroll- und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Das Kontrollgebiet umfasst gemäss Mitteilung das Gebiet im Umkreis von einem Kilometer, das Beobachtungsgebiet ein solches von drei Kilometern. 

«Geflügelhalter müssen Anforderungen erfüllen, um den potentiellen Eintrag des Virus in die Geflügelhaltung zu verhindern», so die Urkantone weiter. Die Anforderungen beinhalten Biosicherheitsmassnahmen und Schutzmassnahmen zur Verhinderung eines Kontakts des Hausgeflügels mit Wildvögeln. Der Bevölkerung wird empfohlen, tote Wildvögel nicht zu berühren. Tote Vögel sollen der kantonalen Jagdverwaltung respektive der Wildhut mit dem genauen Standort gemeldet werden. Die Vogelgrippesituation in Europa ist gemäss Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zufolge aktuell dynamisch. 

Weniger Eier

Geflügelpest wird durch das Influenzavirus A der Subtypen H5 oder H7 hervorgerufen. Man unterscheidet eine hochpathogene von einer niedrigpathogenen Geflügelpest. Durch Mutationen können aus niedrigpathogenen aviären Influenzaviren hochpathogene entstehen, wie das BLV schreibt.

Die Ansteckung durch das Influenzavirus A erfolgt über die Atemwege durch das Einatmen von kontaminierten Tröpfchen von ausgeniesten Nasen-, Rachen- oder Augensekreten. Das Einatmen von erregerhaltigem Staub, der mit virushaltigem Kot in Kontakt war, kann ebenfalls zur Ansteckung führen. Junge Tiere sind am empfänglichsten für die Geflügelpest.

An hochpathogener Geflügelpest erkranktes Geflügel hat Schwierigkeiten beim Atmen. Bei Hühnern kommt es zu einem Rückgang der Legeleistung, viele Tiere sterben. Die Eischalen werden dünn oder fehlen gänzlich. Schwellungen im Kopfbereich sind zu beobachten. Die Tiere wirken lethargisch. Bei Wasservögeln sind meist keine Symptome zu erkennen.

Die Vogelgrippe/Aviäre Influenza ist eine hochansteckende Seuche und damit meldepflichtig. Bei Verdacht und beim Auftreten von HPAI müssen strenge Bekämpfungsmassnahmen ergriffen werden.

-> Mehr zur Vogelgrippe gibt es hier

Übertragung von Säugetier zu Säugetier

In den USA sind Vogelgrippeinfektionen bei Menschen aufgetreten. Das Vogelgrippevirus H5N1 hat in den vergangenen Monaten zunehmend auf Säugetiere übergegriffen, unter anderem auf Milchvieh in den USA. Die infizierten Menschen arbeiteten zum einen in Geflügelbetrieben, zum anderen steckten sie sich beim Melken mit dem Virus an.

Eine im August veröffentlichte Studie zeigte eine Übertragung von Säugetier zu Säugetier, auch zwischen Tierarten, etwa von Kühen auf Katzen. Mutationen des Virus, die zu einer verbesserten Übertragbarkeit von H5N1 auf den Menschen führen würden, wurden bisher nicht entdeckt.

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